Wenn die stade Zeit vorbei is, wird‘s a wieda ruhiger

von Redaktion

Adventssingen in Kraiburg mit besinnlichen Musikstücken und nachdenklich-lustigen Texten begeisterte

Kraiburg – Es war ein musikalischer Genuss, das Kraiburger Adventssingen. Veranstaltet von der Pfarrei, hatte Franz Scheitzeneder als Organisator und musikalischer Leiter wieder tolle Musikanten und Sängerinnen und Sänger eingeladen, die im Altarraum Platz genommen hatten. Die zahlreichen Besucher in der Marktpfarrkirche waren begeistert und spendeten anerkennenden, langen Schlussapplaus.

Ganz ruhig und zurückhaltend fing das Singen mit dem Saitenvierer an, der mit „A stade Weis“ sofort Ruhe in die große Kirche brachte. Doch schon im anschließenden Stück mit dem kräftigen, freudigen „Rorate, ach tauet ihr Himmel“ des Fischer Dreigesanges, von Karl Bönisch an der Steierischen Harmonika begleitet, und dem „Festlicher Marsch“ der Kraiburger Bläser wurde es lauter und freudiger im Kirchenrund.

Schorsch Fischer, der zwischen den Musikblöcken kurze Lesungen vortrug, stellte die Freude in den Mittelpunkt seiner Texte. Freude, die man schenken kann, Freude, die man selbst geschenkt bekommt, Freude, die zu einem besseren Gelingen des Alltags beiträgt. Und schmunzelnd meinte er: „Zurzeit is zum Darenna. Aber wenn die stade Zeit vorbei is, dann wird’s a wieda ruhiger.“

Alle Gruppen des Adventssingens wussten zu überzeugen: die Kraiburger Bläser, der Fischer Dreigesang, die Flossinger Sängerinnen sowie der Saitenvierer. Und trotzdem darf man zwei Gruppen ein klein wenig hervorheben. Da ist die „Flötenmusik Les Pompiers“ mit einer Gitarre und fünf Flöten, von der kleinen Blockflöte über die größeren Altflöten bis hin zur zwei Meter langen Subbass-Blockflöte“, mit denen die durchwegs jungen Frauen zart und leise, dann wieder stimmgewaltig aufspielten und dabei harmonierten. Und auch die „Knopf-Soatn-Musi“, das ist Ralf Vogel mit seinen beiden Söhnen Max und Felix, beeindruckte mit ihrer sauberen Intonation, sowohl bei den weichen und einfühlsamen wie auch bei den kräftigeren Tönen und Rhythmen. „Es war eine Oase der Ruhe, aus der wir wieder gestärkt herausgehen“, drückte am Ende Pfarrer Michael Seifert seinen Dank an alle Mitwirkenden aus und spendete den Segen. Der Erlös der Veranstaltung kommt wieder einem sozialen Zweck zugute.

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