Waldkraiburg – Nicht nur für die Schüler, vor allem auch für Eltern, Freunde und Bekannte des Gymnasiums bedeutet das jährliche Weihnachtskonzert einen lieb gewordenen Jahresabschluss. Und so konnte der Kirchenraum von Maria Schutz an zwei Abenden die Besucher kaum fassen, die von David Mundings Tuba-Solo mit Orgelbegleitung „Tochter Zion, freue dich“ empfangen wurden.
In seiner Begrüßung erinnerte Schulleiter Helmut Wittmann daran, dass gerade eine Fair-Trade-Schule wie das Gymnasium Solidarität mit denen zeigen soll, denen es nicht so gut geht – und das nicht nur zur Weihnachtszeit.
Ein solches Licht der Zuversicht ließ das Vokalensemble mit „Lichterzeit – Freudenzeit“ aufleuchten: „Erwartung füllt die Herzen.“
Die in den letzten Jahren beträchtlich gewachsene Big Band folgte mit einem passenden schmissigen Blues aus der „Grown up Christmas List“ und Amelie Funiok verzauberte anschließend mit ihrer klaren, jungen Stimme und dem schwungvollen „Peace on Earth“. Ganz anders die alpenländischen Töne, die Lukas Großpietsch aus seiner Flöte und Katharina Huber am Hackbrett bei Tobi Reisers „Pinzgauer Perchtentanz“ hervorlockten.
Dann ein flotter Wechsel hinüber zum P-Seminar Musik der Q11 und ihrem geklopften „Blue Boom“, dem sie ein wunderbar zartes „Oh when the Saints“ von Louis Armstrong auf ihren Glöckchen folgen ließen. „Heimkommen“ durften anschließend die Besucher mit Amelie Funiok und dem gefühlvollen Text des Titellieds der diesjährigen Bayern-3-Sternstundenaktion und weiter ging es mit dem bekannten Song des Pop- Duos „Wham“, der eigentlich einen Kontrapunkt zu vorgegaukelter Weihnachtsidylle setzt und schon so manchen im Publikum zum Mitsummen animierte.
Ganz andere Töne beim Flötentrio mit Manuela Wollenstein und ihrer rhythmischen Eigenkomposition „Winter Ball“, dem der heitere Boom Whaker Blues und – Kontrastprogramm – eine Glöckchen-Variation von „Oh du fröhliche“ folgten.
Einen Abend der harmonischen Gegensätze könnte man dieses Weihnachtskonzert überschreiben, denn weiter ging es mit dem volksliedhaft-modernen „Im Dunkel naht die Weihnacht“, berührend vorgetragen vom Vokalensemble. Eine zweite Eigenkomposition der Ostasien erfahrenen Manuela Wollenstein mit „Fuyu“, japanisch ,Winter“, vereinte noch einmal das Flötentrio mit Katharina Hubers Hackbrett im Altarraum.
Tiefsinnig anschließend das Vokalensemble mit John Rutters „Schau auf die Welt“ und der Aussage „Lob sei dir, oh Herr, und danke, dass wir immer genug zu essen haben!“, dem Hannah Kreck mit ihrer ausdrucksstarken Stimme in ihrer Eigenkomposition „Dahoam“ folgte: „Wo san denn alle deine Sorgn wia wegblasn?“
Die Big Band, verstärkt von einigen Lehrern, leitete mit Peter Leitners „My Dream“ über zum großen Finale, zu dem sich Chor und Band im hinteren Kirchenraum vereinigten. Es begann im traditionellen Spiritual-Style mit „I can see“ von Jay Althouse, wurde fortgesetzt von Donald Moores „Singing Peace“-Kanon und beim bekannten „Parapapabam“ des „Little Drummer Boy“ verstärkten nicht wenige Besucher mitsingend den Schulchor.
Beschwingt und berührt davon gab es dann kein Halten mehr bei Michael Jacksons „Heal the World“: „Make a better Place for you and for me and the entire human Race“, eine Botschaft, die besonders heutzutage gehört werden sollte.
Unter dem Beifall des Publikums zum Schluss ein großes Lob des Schulleiters für alle mitwirkenden Schüler, Lehrer und Ehemaligen, besonders aber für die Musiklehrkräfte Sonja Funiok und Peter Ihle, bevor es hinüberging zum Weihnachtsbasar im Schulgebäude.