Gars – Einen Ausflug in die Zauberwelt der Kindheit unternahm das Garser Einrad-Team mit der Aufführung des Weihnachtsballetts „Der Nussknacker“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski nach Motiven des Märchens von E.T.A. Hoffmann. Die aufwendige Weihnachtsgala fand schon zum vierten Mal statt, diesmal konnten sich Eltern, Freunde und ein großes Publikum von etwa 30 Jugendlichen des TSV Gars im Alter von sieben bis 19 Jahren in eine fantastisch – magische Welt entführen und in vorweihnachtliche Stimmung versetzen lassen.
Ein prächtig leuchtender Christbaum stand zunächst im Mittelpunkt der szenischen Darstellung des Weihnachtsabends, an dem Marie einen Nussknacker in Paradeuniform geschenkt bekommt.
In der Nacht träumt sie von einer Schlacht, in der der Nussknacker, lebendig geworden, ein Heer von Spielzeugsoldaten gegen den bösen Mäusekönig und seine Kumpane führt. Nachdem Marie dem Nussknacker zum Sieg verholfen hat, verwandelt der sich in den Prinzen zurück, der er war und reist seiner Retterin in das Reich der Zuckerfee, die gleich ein großes Fest veranstaltet: Süßigkeit und Seligkeit werden eins, bis Marie aus ihrem Traum erwacht und den Nussknacker friedlich neben sich im Bett liegend findet.
In drei Schritten entwickelte sich die von großer Leinwandprojektion und effektvoller Lichtregie begleitete Handlung und wurde von Einzeldarstellern und wechselnden Gruppen von Einradfahrern temperamentvoll in Szene gesetzt. In farbenfrohen Kostümen wirbelten groß und klein über das Areal, Requisiten, Schminke, Gestik und akrobatische Einlagen machten das Geschehen unmittelbar nachvollziehbar. Die reine Spielfreude war den vorwiegend weiblichen jungen Akteuren ins Gesicht geschrieben: Vor dem vertrauten Publikum aus Familien, Freunden und Bekannten präsentierten sie ihr Können und ließen sich zu Höchstleistungen anspornen. Wen wundert es da noch, dass das Publikum nach lange anhaltendem Applaus seine Zugabe bekam: Zur Musik des berühmten Films „Forrest Gump“ entwickelte sich weitere, temperamentvolle Action. Und wieder wurde deutlich, dass die Jugendlichen ihre Sportgeräte der von Trainerin Heike Höhne entwickelten Choreografie entsprechend einzusetzen wussten: Synchrone und exakt auf die Musik abgestimmte Bewegungen der Akteure verfehlten ihre Wirkung auf die Zuschauer nicht.
In die Darbietungen geschickt eingebaut war ein von Konstantin Höhne multimedial gestalteter Rückblick auf die Aktivitäten des Einrad-Teams im zurückliegenden Jahr. Von beeindruckenden Erfolgen der Gruppe zeugten nationale wie internationale Auftritte und Meisterschaften im Dutzend, wobei die Teilnahme an den Einrad-Weltmeisterschaften in Ansan, Südkorea im Juli 2018 den glanzvollen Höhepunkt darstellte.mün