Waldkraiburg – Der Anteil der Menschen, die Arbeitslosengeld II und weitere Leistungen nach den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches II beziehen, ist in den vergangenen drei Jahren auch in Waldkraiburg deutlich zurückgegangen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Sozialverwaltung im Rathaus auf Antrag der CSU-Stadtratsfraktion erarbeitet hat.
2015 lag demnach die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, Haushalte, die von Sozialleistungen abhängig sind, in der Stadt noch bei 970. Bis November 2018 sank diese Zahl auf 858. Insgesamt 1452 Personen, davon 1083 erwerbsfähige Personen sind leistungsberechtigt. 2015 waren diese Zahlen mit 1812, beziehungsweise 1318 noch deutlich höher. Dieser Trend schlägt sich auch bei der Altersgruppe unter 25 Jahren nieder: 239 waren 2015 leistungsberechtigt, 164 Ende 2018. Unter den über 50-jährigen Erwerbsfähigen waren es vor drei Jahren 363, Ende 2018 sind es bei den über 55-jährigen 244.
Der Sozialbericht für die größte Stadt im Landkreis, die rund 25000 Einwohner zählt, macht laut CSU-Fraktionschef Anton Sterr bewusst, dass „wir eine heterogene Bevölkerung haben“. Die durchschnittliche Kaufkraft sei „mit die geringste im ganzen Landkreis“, so Sterr. Zugleich zeige der Bericht auf, was die Stadt im sozialen Bereich tut und anbietet. Sterr: „Im Landkreis sind wir da die Besten.“
Wie aus dem Bericht hervorgeht, gibt es in den vier Alten- und Seniorenheimen 332 Pflegeplätze sowie 180 Plätze für betreutes Wohnen (Adalbert Stifter Seniorenwohnen).
Insgesamt 49 Bürger leben in vier Außenwohngruppen von Behinderten- und sozialtherapeutischen Einrichtungen in der Stadt.
Über 1600 Wohneinheiten in der Stadt sind öffentlich geförderte Mietwohnungen. Davon entfallen 733 auf die städtische Stadtbau Waldkraiburg GmbH, 540 auf die Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft sowie 341 auf sonstige Wohnungsei- gentümer.hg