Waldkraiburg – Gute Nachrichten für Jugendliche: Sie sollen im neuen Jahr besonders von den städtischen Ausgaben für öffentliche Spiel- und Bolzplätze profitieren. Die Stadt will die Streetballanlage am Festplatz erweitern und aufwerten. Und das DFB-Minispielfeld bekommt einen neuen Rasenteppich. Das ist jedenfalls die erklärte Absicht der städtischen Gremien, die im Dezember in zwei Sitzungen das städtische Spielplatzprogramm einstimmig abgesegnet haben.
Maßnahmen für fast 200000 Euro stehen in diesem Programm, das Thomas Irgmeier von der Stadtbau GmbH erarbeitet hat. Sie betreffen Erneuerungen von Geräten und Anlageteilen ebenso wie den Unterhalt der Plätze und Anlagen.
Streetballanlage: Junge Leute wollen sich aktiv einbringen
2019 soll vor allem für die Jugendlichen was passieren. „Die jungen Leuten wünschen sich Verbesserungen bei der Streetballanlage.“ Bürgermeister Robert Pötzsch hat imponiert, dass einige bei ihm im Rathaus vorgesprochen haben. „Sie distanzieren sich von den Störern und würden sich aktiv einbringen“, so Pötzsch.
Nach der Skateranlage, für deren Erweiterung die Stadt im Jahr 2018 rund 9000 Euro ausgegeben hat, steht heuer die Streetballanlage an. Der Bodenbelag soll gereinigt, neue Körbe, neue Bodenmarkierungen und neue Seitengitter angebracht werden, samt Arbeitskosten summiert sich das auf geschätzt rund 19000 Euro.
Das stark frequentierte Mini-Spielfeld in der Dieselstraße braucht einen neuen Belag. Nach zehn Jahren tut’s der Rasenteppich nicht mehr. Allein der neue Belag kostet rund 19000 Euro.
Weitere größere Posten listet das Programm unter anderem an folgenden Spielplätzen auf:
• Kindergarten Regenbogen: Umbau der Sandkasteneinfassung und Austausch des Sandes, je nach Größe 8000 bis 10000 Euro.
• Saazer Weg/Komotauer Park: Sollte ursprünglich aufgelöst werden; im Ferienausschuss wurde aber die Aufwertung des Platzes gewünscht. Karussell, Kleinkinderspielhaus und Federwippe kosten inklusive Aufbau rund 8000 Euro.
• Westpark: Die bereits 2018 geplante Erneuerung der Holzspielanlage (10000 Euro) durch ein Metall-Spielgerät soll 2019 abgeschlossen werden.
• Niederndorf Nord: Sollte ursprünglich aufgelöst werden; im Ferienausschuss kam die Kehrtwende. Für neue Geräte ist ein Budget von 6000 Euro eingeplant, dazu kommen Kosten für den aufwendigen Austausch des Sandes.
• Föhrenwinkel: Der Teppich der Doppelschaukel muss erneuert werden, die Kosten: rund 5500 Euro. Dazu kommen 3000 Euro für ein Neugerät.
„Turnen außerhalb der Halle“:Neue Anlage im Stadtpark im Gespräch
Die Anregung, die Sandkastenanlage auf dem Megakiss-Spielplatz in Waldkraiburg-Süd zu überdachen, kommt nicht zum Tragen. Der Aufwand sei mit rund 80000 Euro enorm, so Irgmeier, der Nutzen gering. Grundsätzlich wurde in diesem Zusammenhang die Frage aufgeworfen, das Spielplatz-Konzept zu überdenken. Ist es sinnvoll, in kleinere Spielplätze, die kaum besucht werden, Geld zu stecken? Oder ist es besser, stattdessen einen weiteren Erlebnis-Spielplatz zu planen, der ähnlich wie Megakiss wie ein Magnet wirkt und Leute aus vielen Stadtteilen anzieht.
Nicht Bestandteil des aktuellen Spielplatzprogramms ist eine so genannte Calisthenics-Anlage für den Spielplatz im Stadtpark: Dazu gehören Geräte für „Turnen außerhalb der Halle“, die geeignet sind für Liegestützen, Klimmzüge, Barrentraining und Koordinationstraining. Die Kosten für diese Anlage betragen ohne Aufbau und Fallschutz rund 13000 Euro. Im Gespräch ist eine solche Anlage auch für den Spielplatz am Ostpark sowie auf dem Bolzplatz auf dem ehemaligen EMG-Gelände.
Aus Ebing liegt der Stadt eine Anfrage zu einer Spielarena mit Hangrutsche vor. Der Standort am Feuerwehrhaus ist dafür wegen der Ausmaße und der vorhandenen Flächen laut Irgmeier nicht geeignet. Es sollen deshalb alternative Aufstellungsorte und die Kosten ermittelt werden.hg