Computer-Kurs für Senioren der Renner

von Redaktion

Vor 25 Jahren in der Wasserburger Zeitung: Großer Andrang bei der Volkshochschule

Wasserburg – Das Städtische Museum Wasserburg geht dank eifriger Schulklassen mit einer Steigerung der Besucherzahl in die Winterpause. Großer Andrang herrscht beim neuen Computer-Kurs der Wasserburger Volkshochschule, der sich speziell an ältere Menschen richtet.

Erstmals seit mehreren Jahren geht das Städtische Museum wieder mit einer kleinen Steigerung seiner Besucherfrequenz in die Winterpause. Ausschlaggebend für die positive Bilanz sind die vielen Schulklassen, die im Museum an verschiedene Themen herangeführt werden. Dass im Städtischen Museum dabei auch mal Dinge ausprobiert und angefasst werden dürfen, macht einen starken Eindruck auf die Kinder und Jugendlichen. Nicht zuletzt haben auch indirekte Werbemaßnahmen für neue Besuchergruppen gesorgt. Neben der Lokalzeitung berichtete das Fernsehen über besondere Aktivitäten – in den letzten Wochen drehten mehrere Aufnahmeteams in den Museumsräumen Kurzbeitrage für einen „Kulturkalender“, der im kommenden Jahr ausgestrahlt werden soll. Auch das könnte helfen, so hofft Museumsleiter Ferdinand Steffan, der „allgemeinen Museumsmüdigkeit“ zu begegnen.

Enkel geben den
Ausschlag für
die Anmeldung

Schon während der ersten Stunde stellte sich heraus, dass die Sorgen einer 71-jährigen Kursteilnehmerin völlig unbegründet waren: Sie war bei Weitem nicht die älteste, die sich für den Computerkurs der Volkshochschule Wasserburg speziell für ältere Menschen eingeschrieben hatte. Bei den meisten der elf Kursteilnehmer gaben die Enkel den Ausschlag für die Anmeldung. Schließlich will man für sie als Ansprechpartner ständig auf dem Laufenden sein.

Bis auf Kleinigkeiten unterscheide sich der Kurs kaum von anderen Anfängerkursen, erzählt die Leiterin, Christine Lechner. Auch die lockere und entspannte Atmosphäre, die in den zwei Stunden Kurszeit herrscht, fällt ihr auf. Probleme haben die Seniorinnen und Senioren allenfalls mit Details. Da mit zunehmendem Alter einfach die Sehkraft nachlässt, ist es für sie beispielsweise nicht immer leicht, mit dem Mauszeiger das richtige Symbol in der Befehlsleiste zu treffen. „Das ist ein echtes Handicap“, so Lechner, „von den Firmen wurde bis jetzt nicht bedacht, dass auch ältere Leute am Computer arbeiten wollen“.

Weitere Meldungen in der Woche vom 16. bis zum 22. Dezember 1994:

Hannover – Die deutsche Postbank ist innerhalb kurzer Zeit erneut Opfer eines Millionenbetruges geworden. Beamte des niedersächsischen Landeskriminalamtes zerschlugen eine Bande von etwa 20 Postbank-Betrügern. Den Tätern wird vorgeworfen, mit gefälschten Postsparbüchern und Ausweiskarten bei Postämtern in Frankreich, Dänemark und der Schweiz rund zwei Millionen Mark abgehoben zu haben.

Paris – Der Franzose Guy Delange, der den Atlantik durchschwimmen will, ist von den Kapverdischen Inseln vor der Küste Westafrikas gestartet. Wenn alles gut geht, will er die mehr als 3000 Kilometer bis zu den Kleinen Antillen in der Karibik in drei Monaten bewältigt haben. Der 42-Jährige will nach zwei Jahren Vorbereitung täglich zehn Stunden schwimmen. Als „Basiscamp“ dient ihm ein Katamaran, der mit Nahrung, ultramodernen Navigationseinrichtungen sowie Funk und Bordcomputer ausgestattet ist – Windräder und Solarpanele sorgen für die nötige Energie.

Bonn – Die Bundeswehr wird den Abzug der UN-Soldaten aus Bosnien mit Sanitätssoldaten, „Tornado“-Jets und Transportflugzeugen sowie Kriegsschiffen unterstützen. Darauf verständigte sich die Regierungskoalition in Bonn. Der Bundesminister des Auswärtigen, Klaus Kinkel, unterstrich, dass Deutschland auf keinen Fall Boden-Kampftruppen entsenden werde.

London – Ein folgenreicher Händedruck: Colin Chandler, Chef der Rolls-Royce-Mutter Vickers, und BMW-Chef Bernd Pischetsrieder verkündeten nun offiziell, dass die weißblaue Münchener Nobelmarke künftig beim britischen Luxuswagenhersteller für den angemessenen Schub sorgen wird. Vom Jahr 2000 an liefert BMW Acht- und Zwölfzylindermotoren für Rolls-Royce und Bentley nach Großbritannien.

Goddard – Für die US-Raumfahrtbehörde NASA besteht kein Zweifel mehr daran, dass der vom Menschen verursachte Ausstoß von Treibgasen für das Ozonloch über dem Südpol und die weltweite Verdünnung der Ozonschicht verantwortlich ist. Dies belegten neueste Forschungsergebnisse. Die Menge der ozonzersetzenden Substanzen entspreche, so die NASA, exakt der Menge der in der Atmosphäre gemessenen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).

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