Bayerns Exporte bleiben im Minus stecken
München – Bayerns exportabhängige Industrie findet keinen Weg aus ihrer mittlerweile dreijährigen Krise. In den ersten neun Monaten des Jahres sind sowohl die Ausfuhren als auch die Importe gesunken. Von Januar bis September exportierten die Unternehmen Waren im Wert von 168,6 Mrd. Euro, das waren 0,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Importe gingen um 0,7 Prozent auf 169,8 Mrd. Euro zurück. „Die strukturellen Standortprobleme bleiben unser größter Wettbewerbsnachteil, sie verschlimmern die bereits großen außenwirtschaftlichen Herausforderungen für unsere Unternehmen“, warnte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft.
Razzia gegen Firmen-Abwickler
Berlin – Mit Durchsuchungen in mehreren Ländern ist die Berliner Staatsanwaltschaft gegen ein Netzwerk vorgegangen, das mehr als 400 überschuldete Firmen abgewickelt haben soll. Der mutmaßliche Haupttäter, ein 61 Jahre alter Berliner, wurde verhaftet. Insgesamt ermittelt die Berliner Behörde nach eigenen Angaben derzeit gegen 20 Beschuldigte im Alter von 40 bis 73 Jahre, darunter auch Notare. Bundesweit durchsuchten Polizisten und Zollbeamte insgesamt 29 Orte, auch in Bayern.
Minijob-Grenze steigt auf 603 Euro
Berlin – Die Verdienstgrenze für Millionen Minijobber steigt zum 1. Januar auf 603 Euro und zum 1. Januar 2027 auf 633 Euro. Heute liegt die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze bei 556 Euro. Die Grenze wird aufgrund ihrer Koppelung an den gesetzlichen Mindestlohn erhöht: Jede Mindestlohnerhöhung führt automatisch zur Anpassung der Minijobgrenze. Der Mindestlohn steigt Anfang kommenden Jahres von 12,82 auf 13,90 Euro und 2027 auf 14,60 Euro. Der Mindestlohn gilt auch bei Minijobs.