IN KÜRZE

von Redaktion

Universal darf Downtown nicht übernehmen. © VALERIE MACON/AFP

Nokia schließt Münchner Glasfaser-Tochter

München – Bis 2030 will Nokia in München 770 Jobs abbauen. Betroffen ist offenbar auch die Glasfaser-Tochter Coriant/Infinera, ihr Forschungsstandort soll laut IG Metall ebenfalls schließen. Das würde nicht nur 70 hochqualifizierte Jobs kosten, sondern „Deutschlands und Europas Position in der Glasfasertechnologie erheblich schwächen“, warnt die Gewerkschaft. Die Schließung gefährde auch zugesagte Fördermittel, weshalb die IG-Metall ein Fördermittel-Hopping beklagt.

EU-Votum gegen Universal-Übernahme

Brüssel – Die Europäische Kommission stellt sich vorerst gegen die geplante Übernahme des US-Musikunternehmens Downtown durch die Universal Music Group (UMG). Der Musikkonzern könnte durch das Geschäft Zugang zu sensiblen Geschäftsdaten von Konkurrenten erhalten, teilte die Brüsseler Behörde mit. Dies würde die Wettbewerbsfähigkeit anderer Labels beeinträchtigen.

Kartellamt winkt Qualcomm-Deal durch

Bonn – Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen die Übernahme des britischen Halbleiter-Unternehmens Alphawave durch den US-Konzern Qualcomm. Die Kartellwächter sehen keine nennenswerten Risiken für den Wettbewerb im Halbleiterbereich.

Teurer Kredit vom Online-Händler

München – Das Vergleichsportal Verivox hat die Angebote für Ratenkäufe bei großen Onlinehändlern verglichen und rät im Ergebnis davon ab. „Beim Kauf auf Pump über beliebte Onlinehändler liegen die Zinskosten in der Spitze fast drei Mal so hoch wie bei einem händlerunabhängigen Ratenkredit“, erklärte Verivox.

Drei Tage Streik in Belgien

Köln – In Belgien hat ein dreitägiger Streik gegen die Sozialreformen der Regierung begonnen, dessen Auswirkungen bis nach Deutschland zu spüren sein werden. Der belgische Bahnbetreiber SNCB kündigte an, am Montag fahre nur die Hälfte, auf einigen Strecken nur ein Drittel der Züge. Mehrere ICEs auf der Bahnstrecke zwischen Brüssel und Köln wurden ebenfalls gestrichen.

Sinkendes Interesse an Weiterbildung

Gütersloh – Das Interesse der Arbeitnehmer, sich beruflich weiterzubilden, ist in den vergangenen fünf Jahren gesunken. Nur jeder zweite Befragte (50,7 Prozent) möchte sich den Ergebnissen einer Befragung der Bertelsmann-Stiftung zufolge in den kommenden 12 Monaten weiterqualifizieren. Vor fünf Jahren hatten noch 57 Prozent der Befragten solche Pläne. 30 Prozent derer, die kein Interesse hatten, sagten, dadurch kein höheres Gehalt zu erwarten, 27 Prozent glauben nicht an bessere Aufstiegschancen und 23,8 fühlten sich zu alt.

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