Bayerns Importe steigen stärker als Exporte
München – Trotz einbrechender Autoexporte und schwächelnder Ausfuhren in die USA ist der bayerische Außenhandel im ersten Quartal gewachsen. Die Exporte legten um 1,9 Prozent auf 57,5 Milliarden Euro zu, wie das Landesamt für Statistik mitteilt. Die Importe wuchsen mit 4 Prozent auf 57,9 Milliarden Euro allerdings schneller. Vor einem Jahr hatte Bayern noch einen Handelsüberschuss. Europa habe sich erneut als Stabilitätsanker erwiesen. „In einer Welt der Umbrüche und Krisen bleibt der europäische Binnenmarkt unsere Lebensversicherung“, sagt der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt.
340.000 Euro Bonus für Samsung-Mitarbeiter
Seoul – Über eine Jahresprämie von umgerechnet mehreren hunderttausend Euro pro Kopf stimmen die Mitglieder der Samsung-Gewerkschaft nach einem abgewendeten Generalstreik ab. Der Kompromiss beinhaltet eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 6,2 Prozent sowie die Ausschüttung von 10,5 Prozent des Unternehmensgewinns an die Belegschaft. Laut Prognosen könnten die diesjährigen Boni bis zu 600 Millionen Won betragen (rund 340.000 Euro). Eine Zustimmung der Gewerkschaft gilt als wahrscheinlich.
Italo verlangt feste Bahn-Kapazitäten
Bonn – Der italienische Bahnkonzern Italo fordert bei seinem geplanten Einstieg in den deutschen Markt die „Gewährleistung eines festgelegten Mindestanteils an Kapazitäten, die speziell für neue Marktteilnehmer reserviert sind“. Italo wolle im deutschen Schienennetz nicht mit „Restkapazitäten“ abgespeist werden, sondern ein „stabiles Leistungsangebot in regelmäßigen Intervallen“ zugesprochen bekommen, zitierte der „Spiegel“ aus einem Schreiben des Unternehmens an die Bundesnetzagentur.
Bayerns Handwerk fürchtet um Steuerbonus
München – Subventionen sollen nach Stimmen aus dem Berliner Regierungslager womöglich mit der Rasenmäher-Methode gestutzt werden. Bayerns Handwerk befürchtet nun, dass auch das Steuerprivileg für Handwerkerleistungen gestutzt werden könnte. In einem Schreiben an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordern die bayerischen Handwerkskammern die Politik auf, sich für den Erhalt der Ermäßigung einzusetzen. Hauptgeschäftsführer Frank Hüpers: „Diese schafft gezielte Anreize für Verbraucher, handwerkliche Leistungen legal zu beauftragen und ordnungsgemäß abzurechnen.“ Das sei vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig. Die Steuerermäßigung ermöglicht es privaten Haushalten, 20 Prozent der in der Handwerkerrechnung ausgewiesenen Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten steuerlich geltend zu machen – bis zu einem Höchstbetrag von 1200 Euro pro Jahr.MM