Inselkammer kandidiert für Amt des IHK-Präsidenten

von Redaktion

München – Bisher ist er nur IHK-Präsident in Vertretung, nun will er für eine ganze Amtsperiode antreten: Peter Inselkammer lässt sich bei der Wahl zum IHK-Präsidenten für München und Oberbayern am 8. Juli als Kandidat aufstellen. Das hat unsere Zeitung aus dem IHK-Umfeld erfahren. Der Gastronom will damit für die kommenden fünf Jahre an die Spitze des einflussreichen Wirtschaftsverbands. Mit 400.000 Mitgliedsunternehmen ist die IHK für München und Oberbayern die größte deutsche Industrie- und Handelskammer.

Der Wiesn-Wirt Inselkammer verfügt bereits über erste Erfahrung im Amt. Er vertritt seit Januar Ex-Baywa-Chef Klaus Josef Lutz als IHK-Präsident. Der Jurist und Manager Lutz hatte sein Mandat vor vier Monaten niedergelegt, nachdem es in seinen Privaträumen eine Razzia der Staatsanwaltschaft wegen Ermittlungen im Zusammenhang mit der Baywa gegeben hatte. Lutz war viele Jahre Chef des heute angeschlagenen Agrarkonzerns. Im Unternehmen wird derzeit auch nach möglichen Rechtsbrüchen und anderen Verfehlungen in der Amtszeit von Lutz gesucht. Der IHK-Präsident für München und Oberbayern ist traditionell gleichzeitig Chef der bayerischen IHKs. Auch dieses Amt hatte Lutz im Zuge der Ermittlungen gegen ihn aufgegeben. Im Moment ist es vakant und wird durch die Wahl ebenfalls neu besetzt.

Peter Inselkammer stammt aus einer Münchner Gastronomen-Dynastie, der unter anderem die Ayinger Brauerei, das Ayinger am Platzl und das Platzl Hotel gehört. Er besitzt das Luxushotel Alpenhof in Murnau, ist Wirt des Armbrustschützenzeltes auf dem Oktoberfest und gemeinsam mit Christian Schottenhamel Sprecher der Wiesn-Wirte. Bei der laufenden IHK-Wahl ergatterte er einen der 66 Sitze in der Vollversammlung, aus deren Reihen der IHK-Präsident gewählt wird. Bis zum 8. Juli, an dem die IHK auch ein neues Präsidium bestimmt, können sich weitere Interessenten aus der Vollversammlung für die IHK-Präsidentschaft bewerben.HÖSS

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