Feldkirchen-Westerham – Durch die Rodung eines Waldstreifens am Feldkirchener Berg – Grund war, wie berichtet, das Eschentriebsterben – hat sich das Bild am westlichen Ortseingang von Feldkirchen nachhaltig geändert. Innerhalb von drei Jahren muss wieder aufgeforstet werden. Aktuell aber wurde ein anderes Gesuch im Bauausschuss beraten. In dem Bereich hatte eine Bau- und Projekt-Entwicklungs-GmbH einen Vorbescheid beantragt, um Kies abzubauen. Danach soll das Gelände wieder verfüllt werden. Das Grundstück liegt westlich des dortigen Autohauses und ist laut Flächennutzungsplan als Laubwald festgelegt. Dem Anliegen erteilte der Feldkirchen-Wes-terhamer Bauausschuss eine einstimmige Absage. Die negative Bewertung dieses Vorhabens ist das Ergebnis einer intensiven Diskussion, die von den Ratsmitgliedern nach den bislang noch nicht konkreten Vorstellungen des Antragstellers geführt wurde. Die vorgebrachten Einwände hatten allesamt konkrete Gründe. Beispielsweise soll das Transportieren des entnommenen Kieses über einen zwar ausgebauten, aber schmalen Feldweg in Richtung Unterreit vonstatten gehen. Für Martin Faltlhauser (Pro Bürger), völlig undenkbar. „Wo und wie soll ein Lkw am Ende des Feldwegs wieder auf die Staatsstraße gelangen?“, fragte er in die Tischrunde. Sinngemäß dieser Meinung war auch Klaus Anderl (FW Vagen). Weil Faltlhauser auf seine Frage weder eine Antwort erhielt, noch eine andere Sichtweise angedeutet wurde, sah der Pro-Bürger-Rat im zustimmenden Nicken der meisten Gremiumsmitglieder seine großen Bedenken bestätigt. Für Josef Hupfauer (FW Feldolling) liegt der angedachte Standort im überschwemmungsgefährdeten Bereich. Daher plädierte auch er gegen das Vorhaben. „Wir können dort doch nicht ein schon beschlossenes Hochwasser- Rückhaltebecken bauen und direkt oberhalb einem Kiesabbau zustimmen“, warnte der Feldollinger. Auch Georg Schnitzenbaumer (FW Gesamtgemeinde) sprach sich gegen den Antrag aus. Dagegen konnte Anton Kammerloher (CSU) sich vorstellen, dass mit einem Kiesabbau möglicherweise die Chance gegeben wäre, das hügelige Gelände vor der Wiederaufforstung zu ebnen. Dieser Gedanken fand aber keine weiteren Befürworter im Ausschuss. Letztendlich war sich der Bauausschuss einig, dem Vorbescheid nicht stattzugeben.