Ampfing – Vier Gruppen, Plätze für 105 Kinder: Das sind die Eckdaten für den Bau des gemeindlichen Kindergarten in Ampfing. Am Dienstag war der Stand der Planungen Thema im Gemeinderat. Die Gemeinde möchte schnell vorankommen. „Sehr dringlich“ sei der Bau des neuen kommunalen Kindergartens an der St. Christophorus-Straße, sagte Bürgermeister Josef Grundner in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag. „Eigentlich muss der Kindergarten den Hort überholen“, führte das Gemeindeoberhaupt weiter aus. Für den Hort wurde in der vergangenen Sitzung ein Vorentwurf geändert (wir berichteten). Rein formal sind die Pläne für den Kindergarten noch nicht so weit fortgeschritten, wie für den nebenan geplanten Kinderhort. Es handele sich für den Kindergarten um Kostenschätzungen, die hochgerechnet wurden, eine Vorplanung. Hans Wimmer, Kämmerer der Gemeinde Ampfing und dort auch zuständig für das Sachgebiet Kultur, Sport und Schulen, sagte der Heimatzeitung nach der Sitzung des Gemeinderates, die Gemeinde wünsche sich den Baubeginn des Kindergartens für das kommende Jahr. Wie das Gebäude aussehen soll, war in der jüngsten Sitzung auf Plänen und dreidimensionalen Skizzen zu sehen. Der künftige, kommunale Kindergarten, dessen Entwurf sich in einem Ideenwettbewerb durchgesetzt hatte, wird sehr hell sein, die Fronten nach Süden sind aus Glas. Josef Grundner betonte, dass die Ausrichtung nach Süden, also zur Straße, eine Vorgabe gewesen sei. Vorgelagerte Balkone sorgen für Schatten. Derzeit geht die Gemeinde von Baukosten, die die Außenanlagen beinhalten, von rund 2,57 Millionen Euro aus. Die Ausstattung, wie etwa Möbel sind darin nicht enthalten. Erfreut zeigte sich der Bürgermeister darüber, dass der Förderanteil nach derzeitigem Stand bei 85 Prozent liegen könnte – ebenso hoch wie der für den Kinderhort. Der Kindergarten wird einen Aufzug bekommen, somit barrierefrei sein. Neben Gruppenräumen und Toiletten sieht die Planung einen Turnraum, einen Besprechungsraum, Möglichkeiten zum Kochen und Essen, ein Büro und einen Lagerraum vor. Das Gebäude wird über Fernwärme geheizt und dezentral belüftet. Josef Grundner zeigte anhand der dreidimensionalen Skizze, die veranschaulichte, wie groß die Entfernung zwischen Kindergarten und Schule. Seiner Meinung nach sei der Abstand groß genug, um Bedenken auszuräumen, die es in der Vergangenheit gegeben hatte: Im Garten spielende Kindergartenkinder könnten so laut sein, dass sie die Grundschüler während des Unterrichtes stören. Gemeinderat Willi Trautmannsberger (UWG) hatte eine Nachfrage zum vorgesehenen Fluchtweg im Falle eines Brandes für den ersten Stock. Seiner Meinung nach reiche einer über den Balkon mit Außentreppe nicht aus. Die im entfernteren Teil gelegenen Räume müssten so erst zu den Balkonen gelangen. Trautmannsberger war der Auffassung, für diesen Teil des Gebäudes sei ein zusätzlicher Fluchtweg über den Gang nötig. Willi Trautmannsberger bat darum, das zu überprüfen. Das sicherte ihm Bürgermeister Josef Grundner auch zu. Der Ampfinger Gemeinderat beschloss danach einhellig, die Planung des kommunalen Kindergartens auf Basis der besprochenen Pläne fortzuführen.