Razzia gegen Gefährder

von Redaktion

Aber wohl keine konkreten Anschlagspläne

Köln – Der Zugriff erfolgte im Morgengrauen: Bei Razzien in Köln und Düren hat die Polizei am Donnerstag sechs Personen in Gewahrsam genommen – darunter zwei Männer, die als islamistische Gefährder eingestuft sind. „Wir hatten aktuell verdeckte Erkenntnisse, dass ein Anschlag unmittelbar bevorstehen könnte“, sagte der Leitende Kölner Kriminaldirektor Klaus-Stephan Becker.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) stellte später klar, dass es „keine Hinweise auf einen konkreten Anschlagsort, keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagszeit und keine Hinweise auf eine konkrete Anschlagsart“ gegeben habe. Die Polizei habe allerdings Hinweise gehabt, dass die in Gewahrsam genommenen Personen „möglicherweise einen Terroranschlag planen könnten“. Reul zufolge sind von ihnen ein 30 Jahre alter deutsch-libanesischer Konvertit und ein 21-jähriger deutscher Konvertit als islamistische Gefährder eingestuft. Mit den Durchsuchungen sollten weitere Erkenntnisse gewonnen und Beweismittel gefunden werden.

Zentrale Figur: Der 30-jährige Wael C., deutsch-libanesischer Konvertit aus Berlin, der in der dortigen Dschihadisten-Szene bestens vernetzt sei. Er sei seit 2013 als Gefährder eingestuft und erst kürzlich nach Düren gezogen.

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