Dortmund/München – Vertreter der Fridays-for-Future-Bewegung haben zum Abschluss ihrer Tagung in Dortmund die Bevölkerung aufgerufen, sich am 20. September an Klimaschutz-Demonstrationen zu beteiligen. „Wir rufen alle Generationen auf, auf die Straße zu gehen, weil die junge Generation nicht alleine das Klima retten kann und sollte“, sagte Carla Reemtsma (21) vom Organisationsteam des Sommerkongresses am Sonntag.
Am 20. September will das Klimakabinett der Bundesregierung ein Paket mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen beschließen. „Wir werden an dem Tag streiken, um den Druck aufrechtzuerhalten, dass wir da vernünftige Maßnahmen brauchen“, sagte Reemtsma weiter. Man wolle dabei auch deutlich machen, dass die aktuellen Debatten insbesondere zum Thema CO2-Steuer „nicht ohne uns geführt werden können“.
Der Entertainer Joko Winterscheidt hatte bei dem Kongress zu einem bundesweiten Streik am 20. September aufgerufen. Man solle das „Land lahmlegen“, sagte er in Dortmund. Die Union reagierte mit scharfer Kritik. „Ich habe dafür kein Verständnis“, sagte CSU-Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer unserer Zeitung. „Das wäre ein politischer Generalstreik, der ist rechtlich durch nichts gedeckt.“ dpa/cd