CHIEMGAU

Aufwind und Anforderungen

von Redaktion

Prien – Zum dritten Mal in Folge kann Prien ein Plus bei den Gäste- und Übernachtungszahlen verzeichnen. Dieses erfreuliche Ergebnis teilte Andrea Hübner, Geschäftsführerin der Prien Marketing, bei einer Vermieterversammlung im Haus des Gastes mit. In diesem Jahr waren über 80 000 Gäste mehr als 475 000 Mal übernacht in Prien, die Schallmauer von 500 000 Übernachtungen in einem Jahr könnte somit erreicht werden. Aber Erfolgszahlen allein prägten nicht die Versammlung, vielmehr standen Anregungen für Verbesserungsvorschläge und weitere Vorhaben zur Belebung der Vor- und Nachsaison im Mittelpunkt. Überörtliche wirksame Aktivitäten Prien hat es sich seit geraumer Zeit vorgenommen, die lebenswerteste Seegemeinde im Alpenraum zu werden. Auf diesem Weg war es wichtig, überörtlich wirksame Konzerte, Kulturangebote und Sportveranstaltungen an Land zu ziehen. Andrea Hübner erinnerte dabei unter anderem an das umgestaltete Swinging Prien, das mit fünf Bühnen und einer Kinder-Oase bayerisches Urlaubs- und Erholungsgefühl vermittelte. Außerdem sprach sie die Premiere der ersten Priener Kunstnacht an, die mit Einzelhändlern, Rahmenprogramm und Kunstspaziergang gelungen ist sowie das Straßenkunstfest, das im kommenden Jahr im Oktober in Verbindung mit 30 Jahre Deutsche Wiedervereinigung gefeiert wird. „Die baldige Eröffnung des Kronast-Hauses mit Ausstellungen im Dialog zum benachbarten Heimatmuseum, die Christkindlmärkte in Prien (alle vier Advent-Wochenende) und auf Frauenchiemsee (an den ersten beiden Wochenende) sowie in Kooperation mit den Priener Schulen und der Priener Geschäftswelt ein neuer Weihnachtswald auf dem Wendelsteinplatz bis in den Januar hinein geben allen guten Grund zur Hoffnung, dass es für Priener und Gäste ein interessantes Programm außerhalb der Hauptsaison geben wird.“ Zum bevorstehenden Umbau des König-Ludwig-Saals sagte Hübner: „Der Inthronisationsball der Prienarria wird im Januar noch stattfinden können, aber gleich danach beginnen die Arbeiten, die voraussichtlich bis Herbst dauern werden.“ Die Touristikerin erläuterte anschließend noch verschiedene Marketing- und Messe-Aktivitäten zur Förderung der Nachfrage nach Aufenthalten in Prien. Florian Tatzel, Leiter des Tourismusbüros, ist der Meinung, dass es kräftiger Anstrengungen auf Seite der Gastgeber und Vermieter bedarf, um zeit- und marktgerecht zu werben. Prien ist, wie auch der Tourismusverband Chiemsee-Alpenland, durch das Informations- und Reservierungssystem IRS 18 in der Region 18 aktiv am Markt. Das System hat in diesem Jahr bei erhöhten Buchungszahlen für Rekord-Umsätze gesorgt. Mit IRS 18 ist es mittels einer einzigen Datenpflege möglich, bei vielen verschiedenen Online-Anbietern präsent und buchbar zu sein. „Das aber verlangt, dass die Daten gepflegt werden und die Verfügbarkeitsdaten aktuell und stimmig sind“, so Tatzel. Aufgrund der Erfahrungen in der diesjährigen Tourismussaison mahnte er zusätzlich an, für einen potenziellen Gast per E-Mail oder Telefon erreichbar zu sein und die Anfragen auch im Falle der eigenen vollen Auslastung zu beantworten. Basis-Aufgaben wahrnehmen „Was ganz wenige Vermieter bei Vernachlässigung der Basis-Aufgaben machen, macht viel kaputt, was wiederum auf uns alle Priener Anbieter und auf ganz Prien zurückfällt“, so Tatzel, der in diesem Zusammenhang informierte, dass am 14. Januar 2020 eine Schulung für eine professionelle Arbeitsweise angeboten wird. Darüber hinaus luden Hübner und Tatzel alle Vermieter zu persönlichen und individuellen Beratungsgesprächen in das Haus des Gastes ein, die jederzeit möglich sind.

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