MANGFALLTAL

Wunderschön klingt’s nun in der Basilika

von Redaktion

Tuntenhausen – Mit der feierlichen Wiedereröffnung der Basilika in Tuntenhausen (wir berichteten) wurde auch gleichzeitig die neue Orgel eingeweiht. Nachmittags gab es neben einer Kirchenführung noch ein erstes Orgelkonzert, bei dem Balthasar Baumgartner die neue Linder-Orgel zum Singen und Klingen brachte. Brechend voll war das Gotteshaus, nicht nur vormittags beim Gottesdienst mit Kardinal Marx, sondern auch bei der nachmittäglichen Kirchenführung und beim Orgelkonzert.

Pfarradministrator Bruno Bibinger war sichtlich stolz über den Wiedereröffnungstag und meinte, nun stünde schon wieder ein „besonderer Anlass“ an. „Ein Sohn der Gemeinde spielt heute auf unserer neuen Orgel“, betonte Bibinger das Besondere an diesem Konzert. Gemeint war Balthasar Baumgartner, der in Ostermünchen aufwuchs und von 2001 bis 2006 Organist in Tuntenhausen war. Ein besonderer Tag war es auch für ihn, wie er betonte, hier ein Konzert zu geben, wo er selbst als Organist jahrelang aktiv war. „Damals war die Orgel schon in einem sehr schlechten Zustand“, meinte er, „so miserabel, dass man fast nicht mehr von einer Orgel sprechen konnte.“

Zeit also für etwas Neues, und das haben die Tuntenhauser jetzt. „Ein klangprächtiges Instrument“, wie der Organist betonte, es sei eine Freude darauf zu spielen. Seit vergangenen Donnerstag übte Baumgartner bereits darauf. In die gleiche Kerbe schlug Andi Weigl, der am Vormittag beim Festgottesdienst auf der Orgel spielte: „Es macht jetzt wirklich Spaß drauf zu spielen“, sagte er.

Baumgartner, der Dozent am Kirchenmusikseminar Meppen, das er seit 2017 als Geschäftsführer leitet, und Kantor an St. Bonifatius in Lingen ist, spielte eine gute Dreiviertelstunde. Den Anfang machte er mit Toccata und Fuge in d-Moll (BWV 565) von Johann Sebastian Bach. „Es ist ein Orgelstück, dass die Menschen immer wieder gerne hören wollen“, meinte der Organist. Es folgten Capriccio sopra il Cucu von Johann Kaspar Kerll und Johann Pachelbels „Was Gott tut, das ist wohlgetan“, ein Choral mit 9 Partiten und die Sonate Nr. 1 in C-Dur (1. Allegro, 2. Minuetto/Trio, 3. Intermezzo, 4. Presto) von Franz Xaver Schnizer.

Den fulminanten Schluss bildete Franz Lehndorfers Einleitung, Variationen, Fuge und Hymnus über „Gott mit dir, du Land der Bayern“, das letztlich wunderbar zum bayerischen Tuntenhausen passte. Und ein Lied, mit dem alle Zuhörer bestens vertraut sind. Minutenlanger Beifall war dem Kirchenmusiker sicher. Im ganzen Gotteshaus sah man an diesem „besonderen Tag“ nur glückliche und zufriedene Gesichter.

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