Einbrecher waren zu brutal

von Redaktion

Dresdener Wachmänner warteten lieber auf die Polizei

Dresden – Die Wachmänner im Grünen Gewölbe haben wegen des brutalen Vorgehens der Täter beim Einbruch in die Schatzkammer nicht eingegriffen. Ein solcher Eingriff sei immer eine Ermessensfrage, teilte die Leitung der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) gestern mit. Im konkreten Fall hätten sich die beiden Wachleute entschieden, die Polizei zu informieren, und auf deren Eintreffen gewartet. Anders als zunächst bekannt gegeben, sind die Wachleute bewaffnet. Details wurden nicht genannt.

„Die Täter sind mit hoher krimineller Energie und Vorsatz an den sächsischen Staatsschatz herangetreten“, sagte der Technische Leiter der SKD, Michael John. Auch der kaufmännische Direktor des Grünen Gewölbes, Dirk Burghardt, verteidigte das Vorgehen des Sicherheitspersonals. Einer der beiden Wachleute habe sich dafür entschieden, die 110 zu wählen und nicht den Alarmknopf zu drücken. Dieser signalisiere nur, dass etwas nicht in Ordnung sei. Innerhalb „kürzester Zeit“ hat es laut Burghardt drei Alarmierungen gegeben, zudem habe der Täter mit „brachialer Gewalt“ auf die Vitrine eingeschlagen.

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