CHIEMGAU

Geburtstagsfeier in der Badehalle

von Redaktion

Prien – Wenn der Bürgermeister bereits zum 20. Geburtstag zum Gratulieren kommt, dann muss der Jubilar ein ganz Besonderer sein. Vom Prienavera kann man das behaupten. Noch dazu hat sich das Geburtstagskind für sein Alter gut gehalten. Gefeiert wird noch das ganze Wochenende. Am 23. Oktober 1999 wurde das Erlebnisbad eröffnet – gebaut für 25 Millionen D-Mark und auf 64 Stahlbetonpfählen, die bis 25 Meter tief in den Boden ragen. Wegweisend sei der Beschluss des Marktgemeinderats damals gewesen, so Bürgermeister Jürgen Seifert beim Festakt. Die damalige Intention, das frühere Warmbad durch ein Ganzjahresangebot für ein breites Publikum zu ersetzen, werde durch das heutige Freizeitverhalten nur bekräftigt. Als „einmalig“ empfindet der Bürgermeister die helle und auch heute noch moderne Architektur, die dem Badegast das Gefühl gebe, zwar im geschlossenen Raum, aber doch am See zu sein. Doch auch wenn das Geburtstagskind optisch jung geblieben ist, sei die Lebenszeit der vor 20 Jahren verbauten Technik zum Teil längst überschritten. Seit drei Jahren würde diese nun sukzessive erneuert. Der Gemeinderat, so versicherte Seifert, sei sich seiner Verantwortung bewusst, das Prienavera in seiner Attraktivität zu erhalten. Schließlich gehöre ein Bad zu den Einrichtungen, die nicht betriebswirtschaftlich positiv betrieben werden können – und das trotz der bis heute rund vier Millionen Badegäste.“Seit 20 Jahren steht unser Bad den Schulen, Vereinen, Bewohnern und Gästen der Region zur Verfügung. Aber 20 Jahre gehen nicht spurlos vorüber“, stimmte Dirk Schröder, Geschäftsführer der Chiemsee Marina GmbH, zu. Er dankte Gemeinderat und Bürgermeister, „dass Sie die Mittel für den Betrieb und die Sanierung bereitstellen“. Das 2015 aufgestellte Sanierungskonzept werde kontinuierlich umgesetzt. Der nächste Schritt sei 2020 die Planung für die neue Lüftungsanlage und Wasseraufbereitung. Ein großer Dank galt auch den Prienavera-Mitarbeitern, unter anderem „für euer kundenfreundliches Auftreten, ohne das sich die Gäste nicht so wohl fühlen würden“. Von der aufwendigen Technik und den nach 20 Jahren Dauerbetrieb anstehenden Erneuerungen bekommt der Badegast üblicherweise nichts mit. Während er sich im warmen Wasser vergnügt, sorgt eine gewaltige Anlage im Technikkeller unter den Becken dafür, dass Luft und Wasser Wohlfühltemperatur haben. Während der Jubiläumsfeier, und auch noch das Wochenende über, gewähren Cheftechniker Michael Heizer und seine beiden Kollegen Einblick in „die Katakomben“. Techniker arbeiten unermüdlich Schon morgens um 5 Uhr ist Arbeitsbeginn für den ersten aus dem Technikteam. Dann wird überprüft, ob alles in Ordnung ist. Denn bis um 9 Uhr die ersten Gäste kommen, muss alles passen. Nachts hat immer einer Bereitsschaft. „Wir haben Wochen, da ist jede Nacht was“, weiß Heizer. In der Regel sind es Strom- oder Heizungsausfälle, die gerade im Winter sofort behoben werden müssen. Gerne zeigen Heizer und seine Kollegen den Besuchern Filteranlagen, Lüftung und Heizung, denn „die Leute wissen ja gar nicht, was wir alles machen, damit sie es gut haben bei uns“.

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