WASSERBURG & REGION

Allwetterplatz will saniert werden

von Redaktion

Wasserburg – Der Allwetterplatz in der Palmano-Anlage ist in die Jahre gekommen und braucht dringend eine Sanierung. Darüber diskutierte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung und gab grünes Licht. Der Zustand des Platzes, der zum Basketballspielen von Kindern und Jugendlichen genutzt wird, ist schlecht, besonders der Asphaltboden. Das Wasser läuft nicht ab, bei Schietwetter bilden sich Pfützen. Die SPD und die Fraktionsgemeinschaft Bürgerforum/Freie Wähler stellten im Juli den Antrag auf Ertüchtigung. Allwetterboden soll kommen Mehr Attraktivität soll ein Allwettersportboden bringen, der Linierungen enthält. Der Basketballkorb soll anders beschaffen sein, das Minitor bleiben und die angrenzenden Bereiche Richtung Pergola einbezogen werden. Auch die Tischtennisplatte soll durch ein wetterfestes Exemplar ersetzt werden. „Der Platz ist in nicht so schönem Zustand“, sagte Bürgermeister Michael Kölbl. Die Verwaltung bestätigte die Sanierungsbedürftigkeit des Platzes. Man habe, so Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann einen Landschaftsarchitekten kontaktiert, der ein Konzept erstellen könnte. Friederike Kayser-Büker (SPD) stellte fest, „dieses Areal fällt massiv ab im Gegensatz zu anderen Plätzen. Wir müssen es dringend aufwerten. Auch das Feld für das Drei-mal-Drei ist total hin. Die Körbe dürfen nicht an einer Stange hängen. Die Jungs und Mädels nehmen Anlaufen und rennen gegen die Stange. Die Körbe hängen auch in der falschen Höhe“. Sie schlug vor, die Basketballabteilung einzubeziehen. Josef Schmid (CSU) sagte, er befürworte generell alle Spielplätze. „Allerdings: Brauchen wir wirklich immer einen Architekten? Das ist teuer. Man kann sich doch woanders was abschauen und lieber Geld in Spielgeräte stecken“, so Schmid. Peter Stenger (SPD) gab Schmid recht und sagte, man könne sich wertvolle Tipps von der Basketballabteilung holen. Christian Stadler (Grüne) sagte, der Platz sei nicht recht nutzbar. Nur den Boden auszubessern reiche da nicht. „Der Allgenerationenspielplatz hat nicht funktioniert. Ich plädiere für möglichst wenig Baumaßnahmen. Am besten entsteht eine Einheit mit dem angrenzenden Areal, wo man Sitzplätze schaffen sollte“, so Stadler. Bauamt ist am Limit Kayser-Büker gefiel die Idee, Jugendliche zu beteiligen, ihnen Teilhabe an der Gestaltung zu ermöglichen. Mechtild Herrmann dämpfte den Enthusiasmus der Räte ein wenig ein. „Jugendliche beteiligen – ja, das ist schön und gut. Allerdings ist der zeitliche Rahmen eng, es muss auf unkomplizierter Ebene laufen. Zum Thema Architekt erklärte sie, „wir brauchen einen Planer, das Bauamt ist am Limit, wir haben keine Kapazitäten mehr. Das kann man nicht einfach so auf einen Schmierzettel aufskizzieren“. Ihr werde schwindlig, wenn sie sieht, was demnächst noch alles auf sie zukomme, da das Bauamt im Moment einfach total am Anschlag sei. „Wir haben nicht nur Projekte auf dem Tisch sondern auch das Tagesgeschäft“, sagte sie mit Blick auf die personelle Struktur in ihrer Abteilung. Bürgermeister Michael Kölbl ergänzte, es lägen derzeit mehrere Millionenbaustellen auf dem Tisch. Auf Nachfrage der Zeitung erklärt Mechtild Herrmann, der Allwetterplatz dürfte vor rund 30 Jahren im Zuge der Errichtung der Tiefgarage für das Anwesen Bäckerzeile 3a bis c gebaut worden sein. „Für eine vernünftige Sanierung unter Einbeziehung des Bereiches mit der Pergola liegt eine erste Kostengrobschätzung bei rund 150 000 Euro“, so die Stadtbaumeisterin.

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