Bernau – Das BernaMare Hallenbad mit angeschlossener Sauna ist nicht nur bei Schwimmern und Saunagängern beliebt, sondern ist auch für viele Schulen und Wasserwachten aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein Anlaufspunkt für ihren Unterricht und ihre Kurse.
Wie Betriebsleiter Ernst Linhuber erklärt, investiert die Gemeinde Bernau deshalb immer wieder in das Bad, „um es für den Bürger offen zu halten“. Jetzt steht eine weitere Sanierungsmaßnahme an: Nächste Woche bleibt der Schwimmbereich von Montag bis Freitag, 9 bis 13. Dezember, geschlossen, da die alten Umkleidekabinen ausgebaut und erneuert werden müssen. Die Sauna im Untergeschoss bleibt indes während der Sanierungsarbeiten übrigens geöffnet. Dort gibt es separate Umkleideräume und Schränke, die noch in gutem Zustand sind. Diese seien schon um die 35 Jahre alt und es gebe für sie keine Ersatzteile mehr zu bestellen. „Jetzt wird es langsam Zeit“, bekräftigt Linhuber. „Aus den Plastikteilen geht der Weichmacher raus, das Material wird spröde, sodass die Gefahr besteht, dass eine Tür aus dem Rahmen fällt.“
Da bestehe ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Gäste und deswegen müsse die Gemeinde investieren, damit das Bad für alle sicher bleibt. Laut Linhuber kostet die Sanierung der insgesamt 11 alten Umkleidekabinen 15 000 Euro. „Das Bad gehört der Gemeinde und die hat einen extra Etat für nötige Reparierungs- und Sanierungsmaßnahmen.“ Der Betriebsleiter erklärt, dass eine spezielle Firma mit der Sanierung beauftragt worden sei. Als Experten für Umkleidekabinen, Spinde und Toilettentrennwände würde die Firma neben Turnhallen und Kindergärten eben auch mit Hallenbädern arbeiten. Auf die Nachfrage der Chiemgau-Zeitung, warum die Sanierungen nicht schon im Sommer, sondern jetzt in der Hauptsaison stattfinden würden, verweist Linhuber auf das nahende Jahresende. „Die Gemeinde musste während des laufenden Jahres schauen, dass sie mit ihrem Haushalt hinkommt.“ Jetzt sei noch genügend Geld übrig und da habe man sich gesagt, dass es „lieber jetzt gleich gemacht wird, bevor noch etwas passiert“. Die Gemeinde stehe hier durchaus in der Verantwortung. Vor der Umkleidensanierung hat sich aber schon einiges getan im Bernauer Hallenbad. Der Betriebschef erzählt, dass vor sechs Jahren ein neues Kassensystem für 35 000 Euro angeschafft wurde, Fließen wurden ausgewechselt und neue Liegen angeschafft. Außerdem sei 2017 ein neues Babybecken gebaut worden und die hochwertige Chlordioxidanlage zum Desinfizieren der Becken und Leitungen sei ebenfalls noch nicht lange in Gebrauch. Auch der Saunabereich wird nicht vernachlässigt, denn hier wurde beispielsweise letztes Jahr die Finnische Sauna erneuert.
„Die Gemeinde investiert in das Bad vor allem, damit die Kinder aus den umliegenden Gemeinden dort noch schwimmen lernen können“, so Linhuber. Bernau finanziert die Einrichtung aus eigenen Mitteln – ganz ohne fremde Zuschüsse.