MANGFALLTAL

Rückhaltebecken: Klage abgewiesen

von Redaktion

Feldkirchen-Westerham – Jetzt ist es amtlich: Gestern hat das Bayerische Verwaltungsgericht mündlich mitgeteilt, dass die Klage gegen das Planfeststellungsverfahren zum Hochwasserrückhaltebecken in Feldolling abgewiesen wurde – Revision wird nicht zugelassen. Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham war wie auch rund 20 Anwohner sowie Landwirte, deren Ackerflächen in Feldolling liegen, gegen den Freistaat Bayern vor Gericht gezogen. Anfang und Mitte November waren die Verhandlungen (wir berichteten).

Bürgermeister Hans Schaberl sagte gestern auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir nehmen das Urteil an.“ Aber: „Die Hoffnung stirbt zuletzt und deshalb setze ich darauf, dass wir mit den Behörden ins Gespräch kommen – sodass sich die Bürger nicht verloren fühlen“, mahnt Bürgermeister Schaberl, der sagt, dass er froh über eine Entscheidung ist. „Das Hickhack belastet den Bürger und die Verwaltung.“

Einer der klagenden Anwohner ist Dr. Burghardt Schallenberger. Seit 2000 beschäftigt ihn das Planfeststellungsverfahren Hochwasserrückhaltebecken in Feldolling, schließlich wohnt er nur „einen Steinwurf entfernt“. Er kann mit dem Urteil leben. Mehr will er dazu nicht sagen, weil ihn die schriftliche Urteilsbegründung noch nicht vorliegt. Dennoch: „Es war ein Entgegenkommen seitens der anderen Seite vorhanden“, sagt er. So spricht Schallenberger beispielsweise das Thema „Drainage“ an: „Wir Feldollinger haben Probleme mit dem Grundwasser, dass bei einem hohen Wasserstand der Mangfall und des Feldkirchner Bachs stark ansteigt.“ Die Drainage soll laut Schallenberger „auch in Gefährdungsfällen ohne Hochwasserrückhaltebecken-Flutung nutzbar sein“, habe man beim zweiten Gerichtstermin zugesichert. Obendrein soll es „im Flutungsfall ein unabhängiges Gutachten zur Grundwassersituation, das den Hausbesitzern auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt wird geben“, erklärt er.

Des Weiteren wurde laut Anwohner Dr. Burghardt Schallenberger zugesichert, dass „die Echtzeitdaten dreier Grundwassermessstellen laufend online gestellt werden“. Der Vorteil: Die Bürger können ablesen, wann eine bedrohliche Situation im Anmarsch ist“. Das heißt: Sie wissen wann sie Maßnahmen ergreifen müssen. Indes hat der Bau des Hochwasserrückhaltebeckens bereits begonnen (wir berichteten), der Weiler Schwaig bei Feldolling hat sich in eine Großbaustelle verwandelt. Bagger schürfen Sand und Kies, Schubraupen bewegen zusammen mit schweren Lastwägen viele tausend Kubikmeter des steinigen Materials.

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