Berlin – Die Bundeswehr kommt bei der Verbesserung der Einsatzbereitschaft vieler Hauptwaffensysteme wie Hubschrauber und Flugzeuge nicht voran. Die Einsatzbereitschaft habe im Jahr 2019 durchschnittlich bei etwa 70 Prozent gelegen, „auf einem mit den Jahren 2017 und 2018 vergleichbaren Niveau“, heißt es in einem Bericht des Verteidigungsministeriums. Nötig seien „zusätzliche Anstrengungen“. Sorgenkinder bleiben Hubschrauber, das Transportflugzeug A400M sowie der Schützenpanzer Puma, von denen kaum 30 Prozent verwendet werden können.
„Die materielle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr ist in den Einsätzen hoch, aber insgesamt ist sie nicht zufriedenstellend. Ich nehme diese Eingangsbilanz für mich als Ansporn“, erklärte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Sie habe eine Klausurtagung der gesamten Leitung des Ministeriums und nachgeordneter Stellen für den Jahresbeginn 2020 angesetzt, bei der die Erhöhung der materiellen Einsatzbereitschaft einen zentralen Schwerpunkt bilden solle. Ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen hatte mehrfach Trendwenden ausgerufen.
Der Bericht führt mehr Übungen für die Landes- und Bündnisverteidigung als einen Grund für mehr Verschleiß an.