München – Nach der tödlichen Attacke junger Männer auf einen Feuerwehrmann in Augsburg und dem Messerangriff auf einen Polizisten in München erwägt die Staatsregierung eine stärkere Polizeipräsenz in Innenstädten. Man werde am Dienstag im Kabinett darüber reden, was man noch tun könne, um an der einen oder anderen Stelle die Polizeipräsenz zu verstärken, kündigte Ministerpräsident Markus Söder an. „Wir müssen uns weiter überlegen, wie wir der Gewalt, die in den Innenstädten zunimmt, noch besser entgegenwirken können, sei es durch Polizeipräsenz und durch andere Maßnahmen“, sagte Söder. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ergänzte: „Wir prüfen jetzt auch kurzfristig, die Präsenz der Polizei auf jeden Fall auf den Weihnachtsmärkten (…) in den nächsten zwei Wochen noch einmal zu verstärken.“ Söder betonte auch, die schnelle Festnahme der Täter zeige, dass die Videoüberwachung „ein ganz wichtiges Mittel ist.“
Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sagte zudem unserer Zeitung: „Wir müssen künftig kriminelle Milieus gezielter erkennen und entschärfen.“ Es brauche Wege, „Gewalttäter früher und konsequenter aus gewaltbereiten Milieus herauszuholen“.
Katharina Schulze, Fraktionschefin der Grünen im Landtag, wies gegenüber unserer Zeitung zudem darauf hin, dass die Täter in solchen Fällen „zum ganz überwiegenden Teil männlich“ seien. „Wir müssen deshalb über den männlichen Umgang mit Aggression und Konflikten sprechen.“ Schulze verwies auf Präventionsprojekte in Schulen und in der Jugendarbeit.