CHIEMGAU

Was wird aus dem „Seehof“?

von Redaktion

Rimsting – Die Zukunftsplanungen für den ehemaligen Gasthof Seehof in Schafwaschen, direkt an der Schafwaschener Bucht, wurden in der jüngsten Sitzung mit dem neuen Besitzer Thomas Schuster diskutiert. Das Gremium beurteilte die Schaffung eines Gastronomiebetriebes in der dortigen Lage am Chiemsee und unmittelbar am Uferweg als sehr wichtig. Eigentümer, Rudi Schuster, stellte sein favorisiertes Konzept für die seit mehreren Jahren geschlossenen Gaststätte im Gremium vor. Es gibt jedoch kein großes Hotelkonzept mehr, wie ursprünglich geplant. So soll es einen Verbund von Ferienwohnungen, kleinen fest vermieteten Wohneinheiten und einen öffentlichen gastronomischen Betrieb geben. Der neue Besitzer stellt sich ein Café oder Bistro vor, in dem auch für Feiern oder für Feste auszurichten sind. Dazu erforderlich ist jedoch ihm zufolge ein Dachgeschossausbau mit -anhebung, um die wirtschaftlich notwendige Gesamtgröße zu erreichen. Die Baukosten für das Vorhaben, so der Schuster, wären dann nicht mehr halb so hoch wie eine Verwirklichung eines großen Hotelkonzepts betragen würde. Der Gemeinderat vertrat einhellig die Meinung, dass die Schaffung e einer Gastronomie zu begrüßen sei. Die dortige Lage, unmittelbar am Uferweg, wurde dafür als wichtig erachtet. Die nun vorgesehene reduzierte Ausführung des Vorhabens sei ortsplanerisch und im Hinblick auf die Einbindung in die dortige Landschaft von Vorteil. Begrüßt wurde, dass weiterhin eine touristische Nutzung geplant sei. Die Festvermietung von Wohnungen soll die Ausnahme sein und nur für Mitarbeiter oder Pächter in Frage kommen. In jedem Fall solle die Schaffung von Zweitwohnungen verhindert werden. Das Gremium beauftragte die Verwaltung zu ermitteln, ob für das Gebiet eine Satzung erlassen werden könne, die ein solches Vorhaben verhindere. Zur Realisierung eines wirtschaftlich vernünftigen Konzeptes wurde vom Gremium eine Aufstockung für vertretbar gehalten.

Allerdings müsse auf eine entsprechende Gestaltung geachtet werden, da das Gebäudedurch die Lage im Gelände und aufgrund des Längen-Breitenverhältnisses sehr hoch wirke. Schuster stellte die Verwirklichung des ursprünglich auch vom Landratsamt Rosenheim unterstützten Vorhabens, als wertiges Vier-Sterne-Hotel am Chiemsee, als sehr schwierig vor. So müsse zu einem funktionierenden Hotelbetrieb fast 50 Doppelzimmer, Wellness und Tagesräume bereitgestellt werden. Dafür müssten die Wohnflächen aber verdoppelt werden. Mit weniger Platz sei kein wirtschaftlicher Betrieb möglich, so Schuster. Zudem müsste wegen der abgelegenen Situation unbedingt ein gastronomisches Konzept umgesetzt werden.

Bei der genauen Kostenberechnung – viel höher als die Grob-Kostenschätzung, habe sich herausgestellt, dass sich damit keine wirtschaftliche Darstellung ergebe. Schuster vertrat auch die Meinung, dass die ursprünglich geplante Gebäudegröße, gekoppelt mit einem Vier-Stern-Hochpreis-Hotel, nicht zum Landschaftsbild passe. Schuster: „Es wäre jetzt sehr an der Zeit, ein repräsentables und bereicherndes Areal für Rimsting umzusetzen“.

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