Unauffindbare Waffen

von Redaktion

Zahl auf Rekordstand – Grüne alarmiert

Berlin – Die Zahl der nicht mehr auffindbaren Schusswaffen in Privatbesitz hat einen Rekordstand erreicht. Ende Januar 2020 waren laut dem nationalem Waffenregister 33 191 Schusswaffen nicht mehr auffindbar, wie der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf Angaben der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage berichtete. Das bedeute einen Anstieg um knapp 15 Prozent innerhalb von zwölf Monaten. 2016 seien lediglich rund 17 500 private Schusswaffen als unauffindbar registriert gewesen. „Es muss davon ausgegangen werden, dass potenziell jede dieser als abhanden gemeldeten Schusswaffen jetzt einer Person zur Verfügung steht, die sie legal nicht hätte erwerben wollen oder können“, sagte die Grünen-Innenpolitikerin Irene Mihalic dem Tagesspiegel. „Vor allem die rechtsextreme Szene ist sehr waffenaffin und zu Anschlägen bereit.“ Mihalic fordert eine Pflicht zur regelmäßigen Selbstauskunft für Waffenbesitzer an die Waffenbehörde.

Dem Bericht zufolge stieg auch die Zahl der Bürger mit kleinem Waffenschein weiter an. Ende Januar waren demnach knapp 670 000 solcher Genehmigungen bei den Behörden registriert. Das sei ein Zuwachs um acht Prozent im Vorjahresvergleich. Der kleine Waffenschein berechtigt zum Besitz von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. dpa

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