MANGFALLTAL

Radler sparen 7,2 Tonnen CO2

von Redaktion

Kolbermoor – 48 771 Kilometer haben die Kolbermoorer heuer bei der Aktion Stadtradeln auf dem Tacho. „Das beste Saisonergebnis seit dem Start 2017“, sagt Christian Poitsch vom Stadtmarketing. 2019 waren es rund 40 500 Kilometer. Obendrein haben sich auch mehr Radler angemeldet – heuer waren 250 Kolbermoorer dabei. Auf jeden von ihnen kommen im Durchschnitt 195 Kilometer. Zum Vergleich: Die Bruckmühler Radler haben durchschnittlich 130 Kilometer gemeistert. Martin Korndörfer, Klimaschutzbeauftragter der Stadt, ist auch mitgeradelt und erzählt im Interview, wie viel Tonnen CO2 eingespart wurden und wann die ersten Planungen in puncto Radelinfrastruktur auf den Weg gebracht werden sollen.

Herr Korndörfer, sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden? Ich bin sehr stolz auf die Kolbermoorer Radler. Wir haben im Vergleich zum letzten Jahr wirklich kräftig zugelegt. Das zeigt auch, dass das Interesse am Radeln immer mehr zunimmt. Es haben auch mehr Firmen teilgenommen und generell mehr Einzelpersonen. Zu beginn der Aktion haben um die 140 mitgemacht, heuer waren es schon 250.

Aber die Nachbarn sind stärker… Ja, Bad Aibling profitiert von dem Kampf zwischen den Kliniken, Bruckmühl hat die vielen Schulen. Dennoch haben die Kolbermoorer die Nase vorn, wenn es um die Kilometer an sich geht: Im Durchschnitt hat jeder Teilnehmer aus Kolbermoor 195 Kilometer erreicht – in Bruckmühl liegt diese Zahl bei 130.

Aber es geht ja in erster Linie nicht um den Wettkampf. Nein (lacht). Es geht um den Spaß am Radelfahren und darum, CO2 einzusparen. Man merkt deutlich, dass das Interesse zunimmt – auch bei den Stadträten. Zu Beginn haben vier Stadträte teilgenommen, jetzt sind es sieben. Wir sind da auf einem super Weg.

Das Wetter war ja auch nicht das Beste… Nein, aber auch die anderen sind im Regen geradelt. Wenn das Wetter in der ersten Woche besser gewesen wäre, hätten wir vielleicht sogar knapp 60 000 Kilometer geschafft.

Wegen Corona konnten heuer keine gemeinsamen Aktionen durchgeführt werden. Radeltouren sollen aber künftig stattfinden, oder? Ja, sie wurden im letzten Jahr gut angenommen, obwohl wir damals auch zwei absagen mussten, weil das Wetter so schlecht war.

Wie viel CO2 wurde eingespart? 7,2 Tonnen – das ist wirklich ein super Ergebnis. Es zeigt, dass wir auch mit dem Radverkehrskonzept richtig liegen und die Radelinfrastruktur ausgebaut werden muss.

Gibt es denn konkrete Pläne? Wir stecken in diversen Planungen, welche das sind, kann ich aber jetzt noch nicht sagen. Sie sollen auf jeden Fall im Herbst angeschoben werden. Interview: Ines Weinzierl

Artikel 3 von 11