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Ein Klassiker am Chiemsee

von Redaktion

Übersee – Nicht nur der Fuschlsee gilt unter den Freiwasserschwimmern als Klassiker, auch das Chiemsee-Langstreckenschwimmen über 4500 Meter von der Fraueninsel nach Übersee gilt als solcher. Dies beweist die Tatsache, dass der Wettkampf schon wochenlang vor dem Renntag ausgebucht war und dass viele Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland anreisen.

Nachdem in den vergangenen Jahren das Wetterglück fehlte, so hatte der Wettergott in diesem Jahr ein Einsehen und sorgte für gute Sicht auf die großen Orientierungs-Bojen, die alle 500 Meter gesetzt waren. Und auch der See hatte neben seinen bekannten Strömungen nur geringen Wellengang. Aufgrund der Corona-Krise konnten in diesem Jahr im arena Alpen Open Water Cup nur sechs statt der geplanten neun Durchgänge stattfinden und so begrüßte Organisator Markus Füller 221 Aktive, die sich in neun Gruppen im Startabstand von drei Minuten zum diesjährigen Saison-Finale in das knapp 20 Grad warme Wasser stürzten.

Nach der obligatorischen und verpflichtenden Wettkampfbesprechung im Strandbad Übersee marschierten alle Teilnehmer zum Schifffahrtssteg Feldwies/Übersee, um sich von der Chiemsee-Schifffahrt Ludwig Fessler KG – (die während der verlängerten Startzeit ihre Route änderte – zur Fraueninsel fahren zu lassen. Die gesamte Strecke war wie immer hervorragend durch die Wasserrettung Chiemsee unter der Leitung von Axel Seitz gesichert.

Nachdem alle Teilnehmer das Ziel erreicht hatten, durfte sich Nicky Lange (SK Sparta Konstanz) erneut als Sieger feiern lassen. Er war der Einzige, der in diesem Jahr in 59:04 Minuten unter einer Stunde blieb. Bei den Damen setzte sich Cosima Rau von der SG Mittelfranken nach 1.03:16 Stunden durch.

Von den heimischen Aktiven erreichte angesichts einer starken Konkurrenz zwar diesmal niemand das Podest, trotzdem gab es hervorragende Platzierungen. So belegte Uwe Linner (TSV Bernau) in der Wertung Masters 3 (50-59 Jahre) ebenso Rang vier wie Leopold Lindauer (BaderMainzl TriTeam TSV 1860 Rosenheim) bei den Masters 1 (24-39 Jahre). Bei den Masters 2 (40-49 Jahre) kamen Frederic Petrini-Monteferri (TSV 1860 Rosenheim Schwimmen) und Oliver Nowotny (BaderMainzl TriTeam) auf den Plätzen sechs und acht ins Ziel, während Günther Zipprick vom TSV Bad Endorf bei den Masters 3 unter 56 Herren in den Top-20 ankam. Im Mittelfeld platzierten sich Johannes Bergmann, Kristina Herrmann (beide BaderMainzl TriTeam), Anna Linner und Andreas Pertl (beide TSV Bernau).

Nach den sechs Cup-Durchgängen gab es eine Gesamtwertung, in die die vier besten Platzierungen einflossen, wobei die Altersklassen-Sieger einen Neoprenanzug von arena erhielten. So ging die weibliche Masters 2 an Renate Forstner vom BaderMainzl TriTeam TSV 1860 Rosenheim, Vereinskameradin Sabine Petrini-Monteferri wurde hier Dritte. Auch Leopold Lindauer durfte sich bei den Masters 1 am Ende über den dritten Gesamtrang freuen, während Oliver Nowotny bei den Masters 2 wie im Vorjahr den vierten Platz belegte. Uwe Linner vom TSV Bernau verpasste mit nur 60 Punkten Rückstand als Vierter das Gesamtpodest der Masters 3 nur hauchdünn. Ebenfalls in den Top-10 der Endabrechnung landeten Heinz Lanner (SV Prien), Christopher Heick (BaderMainzl TriTeam), Anna Linner (TSV Bernau), Valentin Hofmann (TSV Rohrdorf-Thansau), Robert Wimmer (TSV Bad Endorf) und Mirko Gebert (TSV 1860 Rosenheim Schwimmen). now

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