von Redaktion

Berlin – Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnt in ihrer am Dienstag vorgestellten Bildungsstudie vor den Folgen der Corona-Pandemie für den Bildungsstandort Deutschland. Vor allem lange Schulschließungen seien zwar notwendig gewesen, doch ihre Kosten „für die Einzelnen und die Gesellschaft sind sehr hoch“. So könnten sich hierzulande die Defizite bei digitalen Lernplattformen, die während der Schließungen wichtig gewesen seien, negativ auswirken. Auch dass viele Lehrkräfte in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand gehen, sei problematisch. Der hohe Anteil beruflicher Bildung und dualer Bildungsgänge sei aber „eine der Stärken des deutschen Bildungssystems“ und werde „eine Schlüsselrolle in der Erholungsphase“ nach der Pandemie spielen, erklärte die OECD weiter. Insgesamt funktioniere die „Abstimmung zwischen Bildung und Arbeitsmarkt gut und der Übergang ins Erwerbsleben klappt“, lobte OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher.

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