Pfaffing – Nach rund zwei Jahren Bauzeit und einer Investition von 45 Millionen Euro hat im Oktober die neue Käserei von Alpenhain am Standort Lehen bei Pfaffing offiziell den Betrieb aufgenommen. Sie löst die alte Käserei ab, in der über vier Jahrzehnte hinweg bis zuletzt im Drei-Schicht-Betrieb Käse produziert wurde.
Für die neue Produktionslinie wurde in allen Teilbereichen mit renommierten Lieferanten zusammengearbeitet, allen voran dem oberbayrischen Käsereianlagenhersteller Alpma, um gemeinsam eine ganze Reihe hochinnovativer Lösungen zu entwickeln, wie das Unternehmen mitteilt. Dabei sei eine Anlage entstanden, die es ermöglicht, die Herstellparameter in wesentlich engeren Grenzen und bei höherer Stückleistung zu fahren. Gleichzeitig werde den Mitarbeitern, die an der Linie beschäftigt sind, die körperliche Arbeit erleichtert. Dafür wurden in einem neu errichteten, hochaufragenden Erweiterungsgebäude vollautomatische Speicher für die außerordentlich großen Käseformen geschaffen. Zudem sind dort auch moderne Sozialräume für die Angestellten untergebracht. Im Drei-Schicht-Betrieb werden von je achtköpfigen Teams zukünftig auf der Fläche eines halben Fußballfeldes täglich bis zu einer Million Käsestücke hergestellt, informiert das Unternehmen. Im Gegensatz zu anderen Käsereigroßanlagen kann in der neuen Alpenhain-Anlage dabei zwischen fünf verschiedenen Käsestückformaten gewechselt werden. Insgesamt 45 Millionen Euro hat Alpenhain bei diesem Großprojekt in die Errichtung von Gebäude und Molkerei- und Käsereianlagen investiert, um langfristig die Produktion mit ihren zugehörigen Arbeits- und Ausbildungsplätzen im oberbayrischen Lehen zu erhalten und das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen – ein klares Bekenntnis für den Standort Lehen.
Eröffnungsfeierlichkeiten können aufgrund der aktuellen Situation rund um Covid-19 nicht stattfinden, bedauert der Käse-Hersteller, der, 450 Mitarbeiter und Auszubildende hat, die für die Verarbeitung von jährlich etwa 80 Millionen Litern frischer Alpenmilch sorgen. kla/red