Weniger Asylsuchende

von Redaktion

Migrationsbericht: Mehr Zuzug von Studenten

Berlin – Immer mehr ausländische Studierende, weniger Asyl-Erstanträge: Die Migration nach Deutschland wandelt sich. „Die humanitäre Zuwanderung ist in den letzten vier Jahren zurückgegangen, aber es kommen mehr Menschen nach Deutschland, um zu studieren und zu arbeiten“, heißt es im Migrationsbericht für das Jahr 2019, den die Bundesregierung gestern beschlossen hat.

Von den 81,8 Millionen Einwohnern Deutschlands hatte 2019 mehr als jeder Vierte (21,2 Millionen) einen Migrationshintergrund. Das sind etwa 400 000 mehr als im Vorjahr. Menschen aus der Türkei stellen hier die größte Gruppe. „Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt besitzt“, heißt es im Bericht.

Insgesamt zogen 2019 rund 1,6 Millionen Menschen nach Deutschland, ähnlich viele wie im Jahr zuvor. Etwa 66 Prozent kamen aus einem europäischen Land. Gleichzeitig wurden 1,2 Millionen Fortzüge erfasst. Die Zahl der Asylsuchenden sank 2019. 142 509 Menschen stellten einen Erstantrag, etwa 20 000 weniger als 2018. Dafür steigt die Zahl der ausländischen Studenten. An deutschen Hochschulen waren im Wintersemester 2019/20 rund 410 000 Studierende aus dem Ausland eingeschrieben.

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