Bad Aibling – Bevor am Freitag auf der Circus Stage und dem Outdoor Floor Chriztal Dice und Bastian Lehnert das Festival starteten, zeigte sich auf dem benachbarten Campingplatz schon ein munteres Kommen und Gehen. Zunächst sah es wieder nach einem fulminanten Start aus, doch dann zwang das Unwetter die Veranstalter Patrick und Horst Gallenmüller in Absprache mit der polizeilichen Einsatzleitung das Echelon zu unterbrechen.
Die Besucher kamen in der Fliegerhalle unter, die später aufgrund der Verwüstungen auf dem Zeltplatz auch zur Notunterkunft umfunktioniert wurde. Nach eifrigen Aufräumaktionen am Samstagvormittag – Gallenmüller verneigt sich hier vor den Einsatzkräften von THW, Feuerwehr und Bundespolizei – startete das Echelon dennoch, mit zweineinhalb Stunden „Verspätung“, um 13.30 Uhr.
Das Bewundernswerte dabei: Es gab nur marginale Änderungen auf dem Zeitplan und die Besucher wollten gemeinsam und friedlich feiern. Ihr Motto: „Jetzt erst recht. Die Musik regiert.“ Und wie: Ob Solomun, die auf der Weird-Stage, oder Michael Eggert auf der Katermukke, begeisterten, Moonbootica, die abends auf der Center Stage auflegten oder Felix Jaehn, der deutsche DJ und Musikproduzent von Deep House und Tropical House. Alle Farben aus Berlin oder Oliver Heldens, der gegen Mitternacht auf der Center Stage den neuen Tag einsang – das Echelon bot wieder eine Reihe an Superstars der Elektromusikszene.
Dicht umringt war natürlich die Hauptbühne, Center Stage, die Mittags mit Audiovirus startete. Bebetta und Felix Kröcher folgten bis bei Einbruch der Dämmerung Felix Jaehn für einen der Festival-Höhepunkt sorgte. Nicht minder stark bevölkert zeigten sich die Circus Stage, die Weird Stage und der Electronic Motion Floor. 20000 Menschen tanzten und feierten mit den rund 60 DJs, unterstützt von zahlreichen Liveauftritten, und bewiesen einmal mehr, dass das Echelon jedes Tänzer- und Musikerherz höherschlagen lässt.
Denn kaum ein anderer Ort kann von sich behaupten, ein derart modernes Künstleraufgebot nationaler und internationaler Größen an einem Ort vor Bergpanorama und futuristischen Abhörkuppeln zu beherbergen. So war dann auch das Feuerwerk am späten Samstagabend ein farbenfroher Abschluss des Festivals.
Der im Vorfeld vom Veranstalter ausgegebene Plan: „Musik hören und alles andere vergessen“ – war für die neunte Auflage des Festivals bezeichnender denn je und wurde aber auch umso überzeugender von den Besuchern umgesetzt.ws