Die Opfer nicht vergessen

von Redaktion

Abendliches Gedenken in Heufeldmühle

Heufeldmühle – Es mögen zwar etwas mehr Teilnehmer als im Vorjahr gewesen sein, die sich zur von der Veteranen- und Reservistenkameradschaft Bruckmühl organisierten Feierstunde am Vorabend des Volkstrauertages in „Bruckmühls geografischer Mitte Heufeldmühle“ wie Altbürgermeister Franz Heinritzi bemerkte, einfanden, dennoch blieb die Zahl der Teilnehmer und Fahnenabordnungen auch heuer überschaubar. Zwei Mitglieder der Kameradschaft hielten mit Pechfackeln Ehrenwache am Kriegerdenkmal, als die Bläsergruppe der Blaskapelle Bruckmühl zu Beginn der kurzen, aber würdigen Feier einen Choral intonierte.

Sepp Beer, Vorstand der Kameradschaft, erinnerte an die vernichtende Niederlage der sechsten Armee im Kriegswinter 1942/43, als 50000 Menschen den Tod fanden. „Kilometerlang war der Zug der in zerrissenen Uniformen marschierenden Soldaten, die sich bei minus 35 Grad durch den harten Winter in der russischen Steppe kämpften“, so Beer, der auch der Opfer unter der Zivilbevölkerung gedachte. „Wir leben zwar seit 72 Jahren in Europa im Frieden und sind dankbar dafür, wir sollten aber nicht vergessen, dass seit 1945 weltweit 226 Kriege geführt wurden und werden“, so Beer weiter, der besonders die kriegerischen Auseinandersetzungen im Hindukusch erwähnte.

Zur Kranzniederlegung am Ehrenmal vor der ehemaligen Bayerischen Wolldeckenfabrik spielte die Bläsergruppe das Lied „Ich hatt‘ einen Kameraden“ und die Waldheimer Böllerschützen feuerten einen dreifachen Salut aus ihren Handböllern ab. Mit der „Huldigung“ von den Bläsern, endete die Feier. uhe

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