Pflicht zum Erhalt des Friedens

von Redaktion

Gedenken zum Volkstrauertag in der Gemeinde Tuntenhausen

Ostermünchen – Am gestrigen Volkstrauertag gedachte die Gemeinde Tuntenhausen der Opfer aller Kriege, aller Gefangenen und Vermissten und all derer, die wegen ihrer Rasse und ihres Glaubens ermordet wurden. Bei strömendem Regen bat Bürgermeister Georg Weigl, darüber nachzudenken, was jeder für Menschlichkeit und Freiheit tun könne.

Umsäumt von den vielen Fahnenabordnungen der Ortsvereine feierte man in der Pfarrkirche St. Laurentius den Festgottesdienst. Pfarrer Amit Sinha Roy erinnerte am Festtag des heiligen Korbinian daran, dass der Mensch ohne Glauben verloren sei.

Nach dem Gottesdienst ging es hinaus zum Kriegerdenkmal. Das dortige Gedenken an all die vielen Opfer sei zugleich eine stete Mahnung, sich weltweit für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. Vor allem für die jüngere Generation, so Bürgermeister Georg Weigl, die in Frieden aufwachsen durfte, sei dieser Tag eine gute Möglichkeit, sich mit dem Thema „Krieg und Frieden“ auseinanderzusetzen. Sein Appell vor der Kranzniederlegung: „Wir haben die Pflicht zum Erhalt des Friedens.“

Franz Kleinmaier, Ehrenvorstand des Gartenbauvereins Ostermünchen, erinnerte an den ersten Volkstrauertag im Jahr 1922, den seinerzeit der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge vorgeschlagen hatte und der 1952 zum staatlichen Gedenktag wurde. Kleinmaier warnte vor den vielen Feinden des Friedens. Auch von den Vereinen der Gemeinde wurde zum Zeichen der Trauer ein Kranz niedergelegt. Unter den Klängen des „Guten Kameraden“ senkten sich die Fahnen am Mahnmal, bevor die Feierstunde mit der Nationalhymne ausklang.

Trotz Regens begab sich der Festzug auf seinen Weg um die Pfarrkirche, bevor es im Gasthof zur Post eine Brotzeit gab. ws

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