Feldkirchen-Westerham – Es ist ein aufwendiges Unterfangen für Angelika Weber, mit einem „Hackbrettorchester“, das ausschließlich aus eigenen Schülern besteht, alle zwei Jahre mit einem völlig neuen Programm ein Konzert zu gestalten, aber es hat sich auch diesmal gelohnt, denn der weiche Klang der zwölf Hackbretter hat die Kirche nicht nur mit Wohllaut erfüllt, sondern auch die Zuhörer sehr berührt.
Zum Erfolg trug auch wesentlich die A-cappella-Gruppe „Die Tonträger“ bei, die sich mit vielen Evergreens in die Herzen der Zuhörer sangen. Einschließlich der Zugabe trug jede Gruppe neun Stücke vor, darunter zahlreiche Liebeslieder, deren Texte allein schon von der intensivsten Emotion des Menschen sprachen. So zeigte sich wieder einmal, dass „Musik die Sprache des Himmels und der Herzen ist“, wie es der große Dichter Khalil Gibran formuliert hat. „I geh mit dir und du mit mir und d’Zeit geht vui z’schnell vorbei“ sang die Gruppe „Tonträger“ in einem Lied.
Aber es gab auch heitere Stücke, wie es schon die Titel andeuten: „Morgenkaffee in der Wüste“ und „Tanz der bösen Buben“, Letzteres ein Stück, ursprünglich für Salonorchester geschrieben. Höhepunkt des Konzerts war sicher die Zugabe des Hackbrettorchesters mit dem „Halleluja“ von Leonard Cohen, der im vergangenen Jahr im Alter von 82 Jahren verstarb. Das Hackbrettorchester spielte und sang dazu als Begleitung zur Solostimme von Anna Kröll und die Zuhörer sangen oder summten bei dem weltberühmten Stück tief ergriffen mit. Dr. Michael Mücke als Moderator gab Informationen zu den Stücken und Texten und dankte dann den Musikerinnen und Musikern, die mit lang anhaltendem Applaus verabschiedet wurden.