Schüler des Gymnasiums mit besonderem Projekt

Als Straßenmusiker in Alpen unterwegs

von Redaktion

Straßenmusik, Fahrräder, pures Leben – all das begleitete eine Gruppe von Schülern des Gymnasiums Bad Aibling vier Tage durch den Südtiroler Alpenraum. Sie hatten sich im Rahmen ihres Projekt-Seminars mit Satteltaschen und Instrumenten auf den Weg gemacht, um den Menschen ihre Freude an der Musik zu zeigen.


Bad Aibling
– „Diese Freude lebten wir nicht nur mit der Straßenmusik aus, sondern nutzten jede freie Minute, um die Gitarren, Cajons, Ukulelen und das Saxofon auszupacken und verschiedene Lieder anzustimmen, im Zug, in den Städten oder in Kirchen“, berichten die Schüler des P-Seminars, das von Susanne Tutert und Georg Meltl geleitet wird.

Die 17 Teilnehmer des P-Seminars mussten alle Bausteine dieser Reise selbstständig organisieren: die Lizenzen für die Straßenmusik in den Städten erwerben, Herbergsplätze und Zugtickets buchen sowie die Route ausarbeiten. Zudem musste jeder Teilnehmer das Gitarrespielen erlernen (mindestens zehn Akkorde) sowie Lieder in Gruppen einstudieren und erarbeiten, um diese auf der Straße gemeinsam mehrstimmig vorzutragen.

Natürlich war die Fahrt nicht ohne historische Hintergründe geplant, denn die Jugendlichen befanden sich auf den Spuren von Oswald von Wolkenstein und Walther von der Vogelweide, zwei der bedeutendsten Minnesängern des Mittelalters.

Die Reisenden starteten frühmorgens am Rosenheimer Bahnhof, ausgerüstet mit Kameras, mit denen sie die Tour dokumentierten. Vom Brenner aus begaben sie sich auf den Weg nach Brixen, wo sie nicht nur in zwei Gruppen Straßenmusik machten, sondern auch das Denkmal des Oswald von Wolkenstein besichtigten. Dabei durften Kurzreferate der Schüler zum geschichtlichen Hintergrund nicht fehlen.

Anderntags ging es mit den Fahrrädern weiter bis nach Bozen. Als Zwischenstopp wanderten die Schüler auf die Trostburg bei Waidbruck – die Jugendlichen konnten die Finger nicht von den Gitarren lassen. Es gab zwar kleinere Probleme wie zerrissene Gitarrensaiten oder einen „Achter“ am Rad, doch davon ließen sich die Teilnehmer nicht beirren. Nach einem erfolgreichen letzten Auftritt auf den Straßen schlossen die Gymnasiasten und ihre Lehrer mit einem letzten gemeinschaftlichen Abendessen die Tour ab, bevor sie anderntags von einem Bus abgeholt wurden. So endete eine Reise, die für alle Teilnehmer anstrengend, ermüdend, aber mit Sicherheit vor allem bereichernd und in jedem Fall unvergesslich war.

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