Bad Aibling – Früh am Morgen – lange, bevor die ersten Thermenbesucher in Richtung Saunalandschaft strömten, wiederholte sich jetzt ein mittlerweile alljährliches Ritual: In der Moorkuppel, vor weißem Hintergrund, tauchte eine Gestalt auf, von den Haar- bis zu den Zehenspitzen eingehüllt in Moor, Bad Aiblings „schwarzes Gold“.
Von der Kamera des Fotografen Robert Pupeter festgehalten, wurde das aktuelle Motto der Nonfiktionale (8. bis 11. März 2018) innerhalb von zwei Stunden bei vollem Körpereinsatz in Posen übersetzt. Wer sich unter der Moorschicht verbirgt, soll jedoch bis zum nächsten Festival nicht verraten werden.
Auch diesmal gibt es eine thematische Klammer. Bei der elften Ausgabe des Aiblinger Dokumentarfilmfestivals, das vom 8. bis 11. März stattfindet, dreht sich alles um „Sprechende Bilder“. Gezeigt werden Filme, die ihre Geschichten nicht (wie weithin üblich) über Interviews oder Kommentare erzählen, sondern auf unterschiedlichste Weise der Kraft von Bildern, Beobachtungen oder der Montage vertrauen.
Wie immer werden die Regisseure der Werke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Bad Aibling sein und das Thema in intensiven Gesprächen mit Festivalmachern wie auch Publikum ausloten.
Bis dahin warten auf die Nonfiktionalisten ein Berg organisatorischer Arbeit und viele, viele Filme, die es für das Haupt- sowie das Kinderfilmprogramm zu sichten gilt.
Der Grafiker, Ernst Christian Dümmler, kann sich unterdessen in Kürze schon mal der Gestaltung der Plakate widmen. Und wenn sie dann irgendwann ab Februar überall in Bad Aibling und Umgebung zu sehen sein werden, weiß man, dass es bis zur stimmungsvollen Festivaleröffnung im Aibvision Filmtheater nicht mehr allzu lange hin sein kann.