Bad Feilnbach – Dass die Gemeinde am Fuße des Wendelsteins ab Mitte März einen neuen Bürgermeister hat, ist gewiss. Denn Hans Hofer wird nach zwölf Jahren an der Spitze der Gemeindeverwaltung nicht mehr kandidieren. Wie er gegenüber unserer Zeitung betonte, wolle er sich mit 63 Jahren wieder verstärkt um seine Familie und den eigenen landwirtschaftlichen Betrieb kümmern. „Kontinuität im Amt ist gut, aber bis knapp 70 Jahren noch Bürgermeister zu sein, muss nicht sein“, so Hofer. Sein Schritt sei wohlüberlegt.
Selbiges gilt auch für Anton Wallner, den einzigen Kandidaten. Er war mit seiner Frau auf der Fraueninsel „in Klausur“ gegangen und hatte die Kandidatur besprochen. „Mir ist wichtig, dass meine Familie bei dieser wichtigen Entscheidung hinter mir steht und das tut sie auch“, so Wallner gegenüber unserer Zeitung.
Der Sparkassenbetriebswirt aus Litzldorf ist in der Gemeinde nicht nur aus beruflichen Gründen bekannt. In zahlreichen Vereinen und Institutionen (unter anderem Feuerwehr, Trachtenverein, Pfarrei und Ökumenische Nachbarschaftshilfe) ist er aktiv.
Hans Hofer
tritt nicht mehr an
Zudem war der heute 51-Jährige 1990, mit 24 Jahren, als jüngstes Mitglied in der Geschichte der Kommune in den Gemeinderat gewählt worden. Zwölf Jahre (1990 bis 2002) war er im politischen Gremium vertreten und hat die Entwicklung der Kommune mitgestaltet, ehe er sich aus beruflichen Gründen nicht mehr hatte aufstellen lassen. Aus seiner Gemeinderatszeit rührt auch noch sein Credo „Gemeinsam und miteinander Bad Feilnbach voranbringen“, das er im Falle einer Wahl praktizieren will.
Bislang hat nur die CSU Bad Feilnbach mit Wallner einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters nominiert. Ein weiterer Wahlvorschlag ging bis Fristende (Donnerstagnacht) nicht bei der Gemeindeverwaltung ein. Das Kommunalwahlrecht sieht in Fällen, in denen kein oder – wie in Bad Feilnbach – nur ein Wahlvorschlag eingereicht wird, eine Nachfrist vor, in der sich noch weitere Kandidaten aufstellen lassen können. Bis zum 45. Tag vor dem Wahltag, also bis Donnerstag, 30. November, 18 Uhr, können noch weitere Nominierungen von Parteien und Wählergruppen im Rathaus abgegeben werden.
Am 5. Dezember wird der Wahlausschuss über die Gültigkeit der Wahlvorschläge Beschluss fassen. Erst dann können die Stimmzettel gedruckt werden.
Bis dato sieht es aber nicht nach weiteren Vorschlägen aus. Für die SPD erklärte Karin Freiheit gegenüber unserer Zeitung: „Wir werden weder einen Kandidaten aufstellen, noch eine Wahlem-pfehlung aussprechen.“
„Person vor Partei“ lautet die Devise der Überparteilichen Wähler Bad Feilnbach. Peter Menhofer zufolge hatte die Gruppierung bereits vor einem Jahr ebenfalls Kontakt zu Wallner bezüglich einer etwaigen Kandidatur auf einer eigenen Liste aufgenommen. Mit Wallners Entscheidung, für die CSU anzutreten, – dort ist er seit über 25 Jahren Mitglied –, verzichte man auf eine offizielle Unterstützung. Aber: „Wir werden auch keinen Gegenkandidaten aufstellen“, so Menhofer. Hierzu hatte es eine schriftliche Befragung unter den Mitgliedern gegeben.
Die Wahl findet am 14. Januar statt. Amtsantritt wird Mitte März sein. Zur Präsentation ihres Kandidaten lädt die CSU am Donnerstag, 30. November, um 19.30 Uhr ins Café „Moosmühle“ ein.