Eltern vermissen Rutschhilfen für die kleinen Eisläufer

von Redaktion

Zu oft beschädigt – Stadtwerke: „Neuorganisation überdenken“

Bad Aibling – Was ist mit den Kunstoff-Robben passiert? Bis vor kurzem standen die beliebten Eislauf-Lernhilfen den Besuchern der Aiblinger Eishalle noch zur Verfügung. Darauf hatte sich auch Melanie Amsbeck mit ihrer Tochter gefreut, als sie aus Aßling zum Eislaufen nach Bad Aibling kam.

Doch die Enttäuschung war groß: „Weil man offensichtlich mit Jugendlichen, die die Rutschhilfen demolieren, überfordert ist, hat man ohne Vorwarnung und ohne Hinweis am Eingang alle Eislaufhilfen für die ganz kleinen Kinder entfernt. Das heißt, entfernt stimmt nicht, denn die Geräte stehen nach wie vor im Eisstadion, dürfen aber laut Auskunft des unfreundlichen Eismeisters nicht verwendet werden“, ärgert sich die junge Mutter.

„Hier würde ich dringend empfehlen die Sache zu überdenken. Wir waren definitiv das letzte Mal da. Wenn man mit den Jugendlichen nicht klar kommt, weil sie die Rutschhilfen demolieren, sollte man darüber nachdenken ob man ihnen nicht Hausverbot erteilt oder aus der Halle wirft, wenn sie Unsinn machen, anstelle allen Familien das Eislaufen zu vermiesen. Ärger, Frust und Unfälle waren an dem Tag unvermeidlich. Ich hoffe, dass dies meiner Tochter nicht auf ewig den Spaß am Schlittschuhlaufen verdorben hat. Was dagegen spricht, die Rutschhilfen gegen Ausweis an die Eltern zu verteilen, gerne auch gegen eine Gebühr oder Pfand, ist mir unerklärlich“, fragt sich Melanie Amsbeck.

Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt Stadtwerkeleiter Fritz Walter Keilhauer, dass in der Vergangenheit zu den allgemeinen Eislaufzeiten zu viel Unfug mit den Rutschhilfen getrieben wurde: „Sie wurden kaputt gemacht oder rumgeworfen, so dass andere darüber stolperten. Es gab auch einen Verletzten. Das war in der vergangenen Saison nur noch schwer in den Griff zu kriegen, wenn viele Leute in der Halle waren.“

Mittlerweile werden die Rutschhilfen nur noch durch Kindergärten und Schulen genutzt. „Doch wir nehmen die Anregung von Frau Amsbeck gerne auf. Wir überlegen, wie wir das künftig organisieren beziehungsweise anders lösen können, etwa durch Pfand oder Vermietung“, sichert Keilhauer zu. el

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