Bad Feilnbach – Wenn Dr. Hans Billo und die Chorgemeinschaft Irschenberg zum geistlichen Konzert in die Pfarrkirche Herz Jesu nach Bad Feilnbach bitten, können Besucher und Liebhaber genussvolle und ungetrübte Stunden musikalischer Extraklasse erwarten. Auch dieses Mal sorgten sie für einen fulminanten Abend in dem vollbesetzten Gotteshaus. Verdienter Lohn für eine grandiose Leistung war langanhaltender Applaus des Publikums.
Zwei bedeutende Komponisten, einer aus der Zeit des Barock und einer aus der Wiener Klassik, hatten die Lieder für das Programm geschrieben. Billo hatte mit Doris Langara (Sopran), Ursula Bommer (Alt), Christian Havel (Tenor) und Thomas Ruf (Bass) niveauvolle Solisten gewonnen. Instrumentale Unterstützung leisteten das Kammerorchester Dieter Sauer, die Mitglieder des Grassauer Blechbläser-Ensembles, einige Holzbläser aus Münchner Orchestern, Birgit Rosner und Monika Schlierf-Martinoli (Blockflöten) sowie Hubert Huber (Orgelportativ).
Mit Johann Sebastian Bachs „Brich dem Hungrigen dein Brot“ startete der musikalisch-bunte Mix, der manchen Genießern noch einige Zeit in den Ohren klingen dürfte. Das Werk, 1726 komponiert, könnte auch als „Flüchtlingskantate“ bezeichnet werden. In klarer und deutlicher Ausdrucksweise sprach der Text von Elend und Armut, denen Überfluss gegenübersteht, Appellenzur Nächstenliebe, Mitleid und Barmherzigkeit im Sinne christlichen Glaubens.
Passend zum Totensonntag galt der zweite Teil des Konzerts Wolfgang Amadeus Mozart und seinem letzten Werk, dem „Requiem“. Der Komponist starb 1791, vor der Vollendung der Totenmesse. Weitgehend fertiggestellt hatte das Meisterwerk, das bei vielen Beerdigungen zur Messfeier gehört, Franz-Xaver Süßmayr, ein Schüler Mozarts.
Eine Bereicherung war das Q12-Vokalensemble des Gymnasiums Bad Aibling unter der Leitung von Susanne Tutert. Das Ergebnis waren eindrucksvolle Interpretationen als Chor sowie harmonische Solisteneinlagen bei Introitus, Kyrie, Sequenz, Offertorium, Sanctus, Benedictus, Agnus Dei und der Communio. pes