Marktgemeinderat Bruckmühl

Städtebauförderung: Fahrplan erstellt

von Redaktion

Die Städtebauförderung in Bruckmühl wird konkret. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte das Gremium dafür 2,42 Millionen Euro in den Haushalt 2018 ein. Der Löwenanteil dabei entfällt auf den Umbau der ehemaligen Bahnhofsgaststätte zu einem Bürger- und Kulturhaus.

Bruckmühl – Ob dort aber schon im kommenden Jahr die Bagger anrollen, ist noch nicht sicher. Anfang des Jahres soll – nach Angaben von Bauamtsleiter Konrad Kremser –das Genehmigungsverfahren eingeleitet werden.

Wie berichtet, hat die Regierung von Oberbayern jedes Jahr die für das Folgejahr geplanten Maßnahmen in der Gemeinde zu ermitteln, die mit Fördergeldern der Städtebauförderprogramme mitfinanziert werden sollen. „Daher ist es erforderlich, jeweils bis zum 1. Dezember des laufenden Kalenderjahres die vorgesehenen Maßnahmen und voraussichtlichen Kosten hierfür sowie die Fördermittel anzumelden“, erklärte Bürgermeister Richard Richter.

Voraussetzung sei auch, dass ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss und damit die Zusicherung, die Gelder im bevorstehenden Etat einzustellen, im Vorfeld gefasst werden muss. Dieser „Auflage“ kam das Gremium auch einstimmig nun nach.

In der Bedarfsermittlung sind neben dem Umbau der ehemaligen Bahnhofsgaststätte (insgesamt sieben Millionen Euro, aufgesplittet in 2,2 in 2018 und 4,8 in 2019) unter anderem der Realisierungswettbewerb für das Umfeld „Kriegerdenkmal-Rathaus“ sowie Freiflächen am Alten Triftbach, in der Ortsmitte und in der Bahnhofstraße enthalten. Vorgesehen sind dafür 90000 Euro im kommenden Jahr. Die Erstellung eines Verkehrskonzeptes ist wiederum mit 21000 Euro veranschlagt. „Diese beiden Posten sind voraussichtlich komplett förderfähig“, so Richter.

100000 Euro im kommenden Jahr sowie 50000 Euro in 2019 sieht der „Fahrplan“ zur Neugestaltung der Rad- und Fußwege (Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität) für die Adalbert-Stifter-Straße und die Bahnhofstraße vor. Fördergelder sind hier für die vollständigen Maßnahmen zu erwarten. Gleiches gilt für eine Sanierungsberatung, welche mit jeweils 8000 Euro in den kommenden vier Jahren anvisiert ist, sowie einen Citymanager und einen Projektfonds (beides mit jeweils 5000 Euro bis 2021).

Als Zukunftsprojekt in 2021 ist in dem Städtebauförderprogramm auch die verbesserte Anbindung des neu geplanten Wohnquartiers „Rösnerwiese“ an den Ortskern Bruckmühl. Wie berichtet, soll hier eine Fuß- und Radwegeunterführung im Zuge des barrierefreien Umbaus des Bahnsteiges entstehen. „Hier sind wir aber von den Bauzeiten und Bauplänen der Deutschen Bahn AG abhängig“, erklärte Richter zur Investition von 2,4 Millionen Euro, die zu 100 Prozent wohl förderfähig sind.

Ein öffentliches Parkhaus in Bahnhofsnähe, alternativ südlich oder nördlich der Bahnlinie Holzkirchen-Rosenheim, ist mit 3,5 Millionen Euro veranschlagt. Diese Investitionen sind derzeit für 2020 mit einer Million Euro und 2,5 Millionen Euro in 2021 im Städtebauförderprogramm enthalten. Förderungsfähig ist die Maßnahme vollständig. Gleiches gilt auch für die Neugestaltung weiterer Straßenräume im Ortskern. Hier will die Marktgemeinde in 2018 200000 Euro, in 2019 dann 600 000 Euro und in 2021 erneut 200000 Euro in die Hand nehmen.

Michael Stahuber (CSU/PW) erkundigte sich abschließend, ob die Aufstellung zur Städtebauförderung bis 2021 bindend sei. Eigentlich ja, aber natürlich werde das „Paket“ – allein hinsichtlich der Umsetzbarkeit oder bedingt durch Verzögerungen – jährlich neu aufgestellt. Sein Fraktionskollege Hubert Maier wertete die aufgeführten Maßnahmen als „allesamt gut“ und betonte, dass einige Vorhaben sogar unabhängig von etwaigen Zuschüssen umgesetzt werden müssten.

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