Galerie Markt Bruckmühl

Schnelle oder lange Wirkung

von Redaktion

Finissage zur Ausstellung zweier Künstlerinnen

Bruckmühl – „Die Musik hat es viel leichter, in die Herzen der Menschen zu dringen, als die bildende Kunst“, hatte vor einigen Jahren Klaus von Gaffron, damals im künstlerischen Beirat der Galerie Markt Bruckmühl, anlässlich eines musikbegleiteten Skulpturenwegs gesagt. Diese Aussage schien sich in der Finissage der Ausstellung von Doris Hahlweg und Carolina Kreusch zunächst zu bestätigen.

Grandios spielte Johannes Tonio Kreusch, Konzertgitarrist und Bruder von Carolina Kreusch, während die Gäste die Bilder und Objekte der Künstlerinnen betrachteten. Glaskar ertönten seine Gitarrenklänge in den Räumen der Galerie, die eine verblüffend gute Akustik bot. Der Künstler beherrscht sein Instrument virtuos, und er ließ es an mehreren Stationen des Rundgangs entlang der Bilder erklingen. Er erhielt langen Beifall von den zahlreich erschienenen Besuchern.

Doris Hahlweg und Carolina Kreusch sprachen über ihre Werke. Hahlweg erläuterte, was sie an Aluminiumplatten als Maluntergrund fasziniert und auf welche Weise sie Ölfarben in ihren starkfarbigen, großen Gemälden einsetzt. Kreusch erzählte, dass sie ihre „ahnungslosen Teile“ aus Baumarktmaterialien zusammenstellt und nie im Voraus weiß, wie das fertige Objekt aussehen wird.

Die Zuhörer stellten interessierte Fragen. Zudem entspann sich eine lebhafte Diskussion, in der auch die Unterschiede von Musik und bildender Kunst zur Sprache kamen. Musik rühre spontan die Herzen der Menschen, Bilder an der Wand oder Objekte im Raum hingegen besäßen eine anhaltende Wirkung, war das Fazit.

Galerieleiterin Cornelia Ahrens hatte eingangs erwähnt, dass die Malerin Doris Hahlweg nun zum künstlerischen Beirat der Galerie gehört. Durch den Tod von Charlotte Dietrich musste die Position neu besetzt werden.

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