Leserbrief an die Redaktion

Seit Jahrzehnten getrennt

von Redaktion

Zum Bericht „Geteiltes Dorf befürchtet“ im Lokalteil:

Gemeinderat Günther Rutz sollte sich die Landkarte ansehen, dann müsste ihm auffallen, dass beide Ortsteile – Feldkirchen und Westerham – schon Jahrzehnte einer Trennung unterworfen sind. Westerham durch die Bahntrasse. Feldkirchen durch die Staatsstraße 2078. Die Umgehungs-Trasse ist doch keine „Mauer“, sondern eine Straße mit Durchfahrtmöglichkeiten. Die Bedenken bezüglich sozialer Spannungen, das ist doch ein alter Zopf aus der Urzeit.

Der Sprecher der Freien Wähler Gesamtgemeinde spricht von hohem Flächenbedarf. Er möge bitte bedenken, dass diese Fläche schon seit Jahrzehnten für das unumgängliche Projekt reserviert wurde. Ferner sollte sein Gedankenspiel auch einmal die geschädigten Bürger in unmittelbarer Nähe der „2078“ mit einbeziehen. Leider spricht niemand von der indirekten Flächenverschwendung durch den Maisanbau! Hier wird massiver Schaden der Natur (Vogelwelt, Bienen, Insekten) zugefügt.

Die angeführte vorgerückte Dringlichkeitsstufe ist vermutlich nicht richtig. Es hat immer noch der siebte Ausbauplan vom 11. Oktober 2011 für Staatsstraßen laut Staatsministerium des Inneren seine Gültigkeit. Die Ortsumfahrung Feldkirchen wurde schon 2011 mit Dringlichkeit 1 eingestuft.

Zwei Gemeinderäte haben sich laut dem Bericht zu Wort gemeldet. Wo sind denn die Stimmen der anderen? Es ist sehr erstaunlich, dass zu diesem hochbrisanten Projekt nicht mal ein „Hauruck“ durch die Räte geht, nach dem Motto, jetzt greifen wir endlich an.

Kurt Graner

Feldkirchen

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