Bad Feilnbach – Im Alter von 95 Jahren ist Pfarrer Wilhelm Gröner in Kiefersfelden verstorben. Über drei Jahrzehnte war er Pfarrer in der Pfarrei St. Laurentius in Bernau am Chiemsee. 2003 wurde Gröner in den Ruhestand versetzt und war seither Hausgeistlicher der Franziskusschwestern im Haus St. Josef und als Seelsorgemithelfer in Bad Feilnbach tätig.
Aber auch im Ruhestand half der Geistliche nicht nur in dieser Pfarrei, sondern im ganzen Dekanat gerne aus: „Je mehr desto lieber – ein agiler Priester bis ins hohe Alter“, beschreibt Bad Feilnbachs Pfarrer Ernst Kögler den Verstorbenen. Nahe an seinem Geburtstag, dem 9. November, fanden oft Ritte und Fahrten zu Ehren des heiligen Leonhard statt – Anlässe, an denen Gröner mit Freude teilnahm und Pferde und Reiter segnete. „In besonderer Erinnerung werden seine frei gehaltenen, gehaltvollen Predigten bleiben“, glaubt Kögler: „Er sprach genauso schnell, wie er unterwegs war.“
Wilhelm Gröner wurde am 9. November 1922 in München geboren. Seine Priesterweihe empfing er am 11. Mai 1952 in Freising. Anschließend war der Geistliche Kaplan in Bockhorn und Aushilfspriester in der Münchener Pfarrei „Zu den heiligen 14 Nothelfern“. Ab 1956 bekleidete Gröner das Amt des Präfekten im Erzbischöflichen Studienseminar Traunstein und war ab 1959 Pfarrkurat in der Pfarrei St. Anton in Bad Wiessee.
Weitere Stationen im Leben des Verstorbenen waren Ising (Mariä Himmelfahrt) und Truchtlaching (St. Johann Baptist), wo er von 1969 bis 1972 beziehungsweise von 1970 bis 1972 Wallfahrtskurat war. Von 1985 bis 1990 fungierte der Geistliche als Stellvertreter des Dekans im Dekanat Chiemsee.
Ab August 1972 wirkte Pfarrer Gröner für mehr als 30 Jahre als Pfarrer in Bernau am Chiemsee. Im dortigen Friedhof wird Wilhelm Gröner am morgigen Samstag seine letzte Ruhestätte finden. Das Reqiuem findet um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius in Bernau statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung im dortigen Priestergrab. kok