Bad Feilnbach – Der Weg ist schon bereitet per Gemeinderatsbeschluss für die Erweiterung des Kindergartens Derndorf um maximal zwei Gruppen. 2018 soll die Maßnahme weiter konkretisiert werden. Die Räume sollen so gestaltet werden, dass sie als Kindergartengruppe, aber auch als -krippengruppe genutzt werden können.
Da eine Erweiterung des soeben sanierten kirchlichen Kindergartens „Regenbogen“ in Bad Feilnbach ausscheide, seien von der Verwaltung die Erweiterungsmöglichkeiten der gemeindlichen Kindergärten in Au und Derndorf näher untersucht worden, legte Bad Feilnbachs Bürgermeister Hans Hofer dar. Dabei hätten sich klare Vorteile für eine Erweiterung in Derndorf ergeben (wir berichteten).
Der „Breitband-Ausbau“ und das Projekt „Gemeinde 4.0“ samt der aktuellen baulichen Maßnahmen in der Feilnbacher Ortsmitte waren dann die Steckenpferde im Bericht des Rathauschefs.
So wurde in Sachen Breitbandausbau Mitte 2017 eine vom Bund geförderte Beratungsleistung mit einiger Verspätung an das Unternehmen Corwese GmbH vergeben. Diese sollte zum Ziel haben, die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Umsetzung von Fördermodellen einer Qualitätssicherung zu unterziehen. Zudem wurde auf der Landkarte der derzeitige Stand des Breitbandausbaus gezeigt, den allerdings nicht alle der Anwesenden anhand ihrer zu Hause real erreichten Internet-Performance bestätigen konnten.
Derzeit sollte im Prinzip der zentrale und südliche Gemeindebereich bereits mit Breitbandnetz versorgt sein. Weiße Flecken gibt es aber noch im nordwestlichen Bereich der Kommune. Bürgermeister Hans Hofer versprach, dass die Gemeinde Bad Feilnbach einschließlich aller Ortsteile innerhalb der kommenden 24 Monate mit schnellem Internet versorgt werden wird.
Hinter dem Arbeitstitel „Gemeinde 4.0“ verbirgt sich – wie berichtet – der Wunsch der Verwaltung, alle vier Ortsbereiche in die Prozesse rund um die Umgestaltung mit einzubeziehen. Die Ortsmitte, die im Moment als Großbaustelle erscheint, soll nach dem Ergebnis des Planungswettbewerbs an ihrer Ostseite ein weiteres Gebäude erhalten, dessen Nutzung in Abhängigkeit von der Nutzung der übrigen, angrenzenden Gebäude beschrieben wurde. Ideen und Vorschläge würden abgewogen. Es scheint also noch nicht ganz klar, was genau mit diesem Gebäude geschehen soll, wenn es dereinst fertiggestellt sein wird.
Wie berichtet, wurde hierzu bereits eine Projektgruppe, bestehend aus einer Lenkungsgruppe und einem runden Tisch, ins Leben gerufen. Deren Aufgabe ist es, unter Einbeziehung von Bürgern, Nutzern, Fachleuten und allen Betroffenen die bestmögliche Gestaltung und Nutzung der Ortsmitte herauszufinden und dies als Entscheidungsgrundlage dem Gemeinderat vorzulegen.
In der zweiten Januarhälfte will die Gemeindeverwaltung zu diesem Thema in Form eines Wirtshausgesprächs weitere Bürgerbeteiligung und damit Akzeptanz für die Vorhaben erreichen. Aktuell ist der Eingang des Rathauses auf die rückwärtige Seite (neben dem Musikpavillon) verlegt.
In diesem Zusammenhang hatte Ute Preibisch, Leiterin der Kur- und Gästeinformation Bad Feilnbach, eine bürger- und gästefreundliche Idee: Im Rathaus gibt es – solange der Vorrat reicht – ein kleines Döschen als Schuhputzzeug für Besucher der Gemeindeverwaltung.
„Denn durch die Baustelle werden derzeit die Schuhe auf dem Weg zu uns oder von uns zum Parkplatz beziehungsweise ins Ortszentrum schmutzig. Da dachte ich mir, dass dies eine nette Geste wäre, um Ärger wegen verdreckten Schuhwerks zu verhindern“, erläuterte Ute Preibisch gegenüber unserer Zeitung. Bürgermeister Hans Hofer testete bei einem Ortstermin das Putzzeug sodann auch gleich aus.
Neben der Erschließung in Sonnenham und des Eschenwegs sowie dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Dettendorf umriss Hofer die Aufstellung des Bebauungsplans „Dettendorf/Oberdorf“. Dort sollen Einheimischen-Grundstücke geschaffen werden.us/sm