Marktgemeinderat Bruckmühl

5,8 Millionen Euro für Hochbau

von Redaktion

In Sachen Hochbau hat die Marktgemeinde Bruckmühl im kommenden Jahr einiges vor. So werden in diesem Bereich – wie der Gemeinderat in jüngster Sitzung beschloss – rund sechs Millionen Euro in die Hand genommen. Der Neubau der Wohnanlage in Weihenlinden sowie das neue Bürger- und Kulturhaus sind dabei die größten Brocken.

Bruckmühl Baubeginn für den sozialen Wohnungsbau an der Adlfurter Straße in Weihenlinden war – wie berichtet – im Frühjahr dieses Jahres. In mehreren Abschnitten erfolgt hier die Umsetzung. 18 Mietwohnungen sollen dort insgesamt entstehen. Bereits abgerissen und ersetzt ist das Gebäude mit der Hausnummer 15. Die Gesamtwohnfläche des Hauses beträgt 301 Quadratmeter. Ab Winter 2018 wird in der Längsachse zum auch weiterhin bestehenden Haus Nummer 17 ein Achtfamilienhaus errichtet. Gesamtwohnfläche: rund 520 Quadratmeter. Bis dahin wird dann auch Haus Nummer 13 abgerissen werden.

Das Projekt erfolgt im Rahmen des Wohnungspakts Bayern. Die Förderkredithöhe beträgt rund 2,67 Millionen Euro und die Zuschussmittel etwa 1,34 Millionen Euro. Für 2018 sind drei Millionen für das Vorhaben bereitgestellt. Neben 9000 Euro (Resthonorar) für den Neubau der Kindertagesstätte Heufeld und 13000 Euro für den Neubau der Kindertagesstätte Heufeldmühle führte Heinz Inninger von der Hochbauabteilung noch 80000 Euro für die Brandschutzertüchtigung in der Theaterhalle Heufeld an. Mittelschule und Theaterhalle wurden – wie berichtet – von 2009 bis 2011 energetisch saniert.

Mängel bei der Theaterhalle

Bei der Begehung mit einem Prüfsachverständigen wurden aber erneut gravierende Mängel festgestellt. „Die in der Mittelschule wurden bereits behoben“, betonte Inninger. Ausgeführt müssten aber indes noch Untersuchungen in der Theaterhalle hinsichtlich der Lüftungsanlage werden. „Hier sind die Versammlungsstättenverordnung und eine Rauchüberwachung in der vorhandenen Zwischendecke zu eruieren“, führte der Sachbearbeiter aus. Die Maßnahme könnte sich bis 2019 ziehen. Zunächst müssten Planungen erstellt werden. Dies geschehe in Absprache mit dem Landratsamt Rosenheim.

Im Herbst 2018 sollen hingegen schon die Baumaschinen für das künftige Bürger- und Kulturhaus anrollen. Der Umbau der ehemaligen Bahnhofsgaststätte ist mit acht Millionen Euro veranschlagt. Für 2018 sind 2,2 Millionen Euro (Baukosten etwa 1,5 Millionen Euro; Planungskosten circa 700000 Euro) zunächst vorgesehen.

Einen weiteren großen Posten, mit 300000 Euro, nehmen die Planungskosten für ein Gesamtkonzept zum Rathausanbau inklusive Dachausbau, energetische Sanierung, Brandschutz beziehungsweise Neubau ein. In einer groben Kostenaufstellung waren für die Maßnahme – ohne Kosten für die Auslagerung der Abteilungen in Container – 4,4 Millionen Euro veranschlagt.

Außerdem sind weitere 250000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zum Kindergarten-Neubau beziehungsweise Sanierung der Kirchdorfer Einrichtung samt Erweiterung aufgeführt. Dies geschieht aus Konsequenz aus dem Kindergartenkonzept. Denn die Betreuungsplätze in der Kommune werden knapp (Bericht folgt).

Kindergarten und Planungskosten

Georg Pritzl (SPD/ÜWG) monierte hinsichtlich der Schätzungen durch Planer die nachträglich „dann doch immer wieder steigenden Kosten“. Er sah hier eine Taktik. „Ich habe das Gefühl, man will uns zu einer Variante durch niedrige Kosten locken und dann stellt sich rückwirkend der Preis ganz anders dar.“ Bürgermeister Richard Richter ging auf diesen allgemeinen – nicht auf den Hochbau-Haushalt bezogenen – Einwand ein und betonte, dass Bruckmühler Berechnungen nach bestem Gewissen von den beauftragten Büros erstellt würden, es aber gravierende Unterschiede bei Bauten einer Kommune im Vergleich zur privaten Maßnahmen gebe. „Wir sind aber stets bemüht, die Kosten im Rahmen zu halten, informieren bei Änderungen frühzeitig und weisen die jeweiligen Zuständigen explizit auf sparsamen Umgang mit den Geldern hin“, betonte der Rathauschef.

Bei drei Gegenstimmen gab der Gemeinderat sodann grünes Licht für die beantragten 5,852 Millionen Euro im Hochbau.

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