Zwei Jahre lang spielen und lernen im Provisorium

von Redaktion

Katholischer Kindergarten St. Laurentius zieht in Ausweichquartier um – Bauanträge und Anfragen im Bauausschuss

Feldkirchen-Westerham – Die Mädchen und Buben des katholischen Kindergartens werden für rund zwei Jahre in Container beim Kindergarten „Bucklberg“ umziehen. Denn das bisherige Gebäude soll ab November 2018 abgerissen werden und an der Salzstraße 2 ein neues entstehen. Der Bauausschuss hatte in seiner jüngsten Sitzung keine Einwände gegen diese Lösung.

In den Übergangsräumen werden zwei Gruppen unterkommen. Ursprünglich hatte die Einrichtung für diese Zeit den alten Westerhamer Kindergarten angemietet. Diesen benötigt die Gemeinde inzwischen aber wieder selbst – es sind mehr Kinder angemeldet worden als gedacht. Die Ausweich-Container werden zurückgebaut, wenn der neue katholische Kindergarten fertig ist. Die Kosten übernimmt die Kirche.

Weitere Bauanträge, die der Ausschuss behandelte, drehten sich um die Verschiebung eines Wohnhauses, einen Anbau an ein Wohngebäude sowie die Errichtung einer Reitanlage in Walpersdorf. Dort möchte die Antragstellerin ihren Betrieb um eine Liegehalle mit Anbau, eine Bewegungshalle und eine Mistlagerstätte erweitern. Die Verwaltung geht von einer landwirtschaftlichen Privilegierung aus. Christiane Noisternig (CSU) hakte zur Nutzung des Anbaus nach: „Das kann viel sein.“ Es handle sich um einen Teil der Reitanlage, nicht etwa um eine Wohnung, antwortete Weber.

An der Bahnhofsstraße in Vagen möchte ein Bürger ein Wohnhaus in einen Hang hinein bauen. Das Hindernis: Bei dem Grundstück handelt es sich derzeit um ein FFH-Gebiet, also um eine Naturschutzzone. Damit geprüft werden kann, ob gebaut werden darf, musste die Gemeinde eine Einbeziehungssatzung beschließen.

Die Frage ist laut Weber: „Kann der Bauausschuss sich den Lückenschluss vorstellen? Es kann sein, dass die Untere Naturschutzbehörde später sagt, es geht nicht“, warnte er. Wegen des steilen Grundstücks brauche man Gutachten, ob der Baugrund geeignet sei. Außerdem müsse man die Immissionen von der nahen Bahnstrecke beachten.

Das Haus solle in die flachste Stelle des Hanges eingefügt werden, ergänzte Schaberl. „Wenn das so reingedrückt wird, kann ich damit leben“, gab Noisternig eine erste Meinung ab. Josef Hupfauer (FW Feldolling) befürwortet den Plan ebenfalls: „Man sollte erst Lücken schließen, bevor man neue Gebiete ausweist.“ Klaus Samstl (Pro Bürger) sieht kein Problem damit, in den Hang zu bauen – ganz anders Elisabeth Spielmann (Grüne). Sie stimmte wegen der Lage des Grundstücks im FFH-Gebiet und im Außenbereich gegen den Antrag. Auch Erhard Passauer (SPD) war dagegen.

Schließlich beschäftigte sich der Bauausschuss noch mit einem Gebäude an der Gmeinwieser Straße. Dieses soll gegenüber einem früheren Plan ein Stück gedreht und außerdem fast einen halben Meter niedriger gebaut werden. Ein erstes Konzept hatte das Gremium unter anderem wegen der Höhe abgelehnt. Nun stimmte es geschlossen zu.sib

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