Raubling – Am vergangenen Montagnachmittag ereignete sich am Bahnhof in Raubling ein Verkehrsunfall mit weitreichenden Folgen.
Bei einsetzender Dämmerung setzte ein 23-jähriger Raublinger mit seinem Nissan Qashqai zurück und fuhr dabei gegen den neben ihm stehenden VW Polo. Der Unfallfahrer bemerkte den Zusammenstoß und begutachtete den Schaden, welcher im Bereich von 2500 Euro liegt, so die Polizei. Anschließend hängte er dem beschädigten Fahrzeug einen Zettel an die Windschutzscheibe.
Was im ersten Augenblick gewissenhaft wirkte, entpuppte sich schnell als unverschämt. Ein 58-jähriger Neubeurer wurde nämlich ebenfalls auf den Unfall aufmerksam. Er blieb aufmerksam und verfolgte die Situation weiter. Dies war ein Glücksfall für den Halter des angefahrenen Fahrzeuges. Wie sich im Nachhinein herausstellte, handelte es sich nur um eine leere weiße Serviette ohne die Personalien des 23-Jährigen.
Blöd für den jungen Mann war nur, dass sich der 58-Jährige das Kennzeichen des Verursachers gemerkt hatte und die Polizei rief. Diese nahm sofort die Ermittlungen auf und konnte den Flüchtigen ermitteln. Dieser war geständig und zeigte sich reumütig, heißt es im Polizeibericht.
Gegen den Raublinger wurde ein Strafverfahren wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort eingeleitet, bei welchem neben einer empfindlichen Geldstrafe sogar der Entzug der Fahrerlaubnis droht, so die Polizei.