Bad Feilnbach –Der Feilnbacher Schützenmeister Markus Rastinger blickte auf die Anfänge der Patenschaft zurück. Aufzeichnungen gibt es kaum, aber Gerüchten zufolge suchten die Schützen aus Ottersweier 1963 oder 1964 per Zeitungsannonce einen Patenverein in Bayern. Die Schützen aus Feilnbach – damals noch ohne Bad – meldeten sich. 1965 und 1966 besuchten sich die Vereine gegenseitig, und 1967 wurde die Verschwisterung festgeschrieben. Viele Jahre besuchte man sich regelmäßig, unternahm Ausflüge und baute Freundschaften auf. Mit der Zeit wurde der Kontakt weniger intensiv – aber zum Jubiläum lebte die Verbindung wieder auf.
Bad Feilnbachs Dritter Bürgermeister Sebastian Obermeier sprach seine Anerkennung über die lange Freundschaft der Vereine aus. Die Schwarzwaldtanne, die die Ottersweierer 1985 gestiftet hatten, trotze immer noch Wind und Wetter – und werde trotz Neugestaltung des Dorfplatzes stehen bleiben.
Auch Gauschützenmeister Gerhard Nevihosteny drückte seinen Respekt über die langjährige Patenschaft aus und würdigte das Engagement der Vereine. Im Anschluss wurden Geschenke ausgetauscht. Bis spät in die Nacht wurden neue Freundschaften geschlossen und alte Kontakte aufgefrischt.
Am Samstagvormittag hieß es dann für die Schützen, ihre Vereine in einem Vergleichsschießen würdig zu vertreten. Bei dem Kleinkaliberwettkampf konnten sich die Gastgeber mit einem hauchdünnen Vorsprung gegen die Freunde aus dem Badischen durchsetzen. Den Nachmittag verbrachte man gemeinsam auf dem Apfelmarkt.
Am Sonntag stand ein Jubiläumsgottesdienst auf dem Programm. Angeführt von einer Abordnung der Bad Feilnbacher Musi marschierten drei Vereine, die SG „Hubertus“ Au – der zweite Patenverein der SG Wendelstein – der SV Ottersweier und die SG Bad Feilnbach vom Schützenheim zur Kirche. Pfarrer Ernst Kögler gestaltete den feierlichen Gottesdienst und weihte zwei Fahnenbänder. Für das kommende Jahr haben die Feilnbacher und Auer Schützen versprochen, dem befreundeten Verein einen Gegenbesuch abzustatten.