Wasserbeschaffungsverband Feldolling

UV-Strahlen sorgen für sauberes Wasser

von Redaktion

Gute Nachricht für alle Kunden, die an das Leitungsnetz des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) Feldolling angeschlossen sind: Ihrem Trinkwasser wird kein Chlor mehr zugesetzt. Denn der Verband hat zur Desinfektion eine UV-Anlage installiert.

Feldolling – Dazu hatte sich die Verbandsversammlung Anfang des vergangenen Jahres entschieden – laut Verbandsvorsteher Helmut Rohbogner „nach heftiger Diskussion“. „Wir sind ein kleiner Verband, und die Investition geht in die Zehntausende Euro. Das bedeutet einen gewissen Aufwand“, begründet er.

Ende 2017 wurde die Anlage eingebaut. Sie bestrahlt mit UV-Lampen – diese sehen ähnlich aus wie Neonröhren – das Wasser im Pumpwerk des Verbands und desinfiziert es dadurch. Das gleiche System werde bereits in Westerham, Feldkirchen, Bad Aibling und Bruckmühl eingesetzt, sagt Rohbogner. Inzwischen hat das Staatliche Gesundheitsamt am Landratsamt Rosenheim das Gerät abgenommen, das Trinkwasser für unbelastet erklärt und daher zugestimmt, dass die Chlorung beendet wird.

Die Landkreisbehörde hatte vor einigen Jahren angeordnet, dass die Chemikalie dem Wasser vorbeugend zugesetzt wird. Damals waren coliforme Keime im Netz des WBV Feldolling nachgewiesen worden (wir berichteten). Darunter versteht man Bakterien, die teilweise Krankheiten auslösen können. „Woher sie kamen, ist technisch eigentlich nicht zu klären“, sagt Rohbogner.

Viele Gründe seien möglich, und jedes Mal könnte ein anderer den Ausschlag gegeben haben. „Das Wasser ist jetzt besser als während der Chlorung“, findet der Verbandsvorsitzende. „Es befinden sich keine Zusätze mehr darin, und durch die Strahlung wird es chemisch nicht verändert.“

Für das neu angeschaffte UV-System rechnet Rohbogner mit einer „Lebenszeit“ von gut zehn bis 20 Jahren. Elektronik und Strahler würden jährlich gewartet und bei Bedarf ausgetauscht.

Der Wasserbeschaffungsverband Feldolling pumpt pro Jahr knapp 42000 Kubikmeter Wasser aus der Bama-Quelle östlich von Feldolling in den Hochbehälter Stadelberg und leitet es anschließend an 253 Hausanschlüsse weiter (Stand: Anfang 2016).

Diese befinden sich im Bereich vom Mühlberg über Ast und Feldolling bis zum Ende der Breitensteinstraße sowie in Hammer und Teilen des Müllerlands. Der Verband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Gründungsjahr ist 1957, Vorgängerorganisationen bestehen allerdings bereits seit dem Jahr 1902. sib

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