Echelon 2018

Umjubelte Stars der Elektromusik-Szene

von Redaktion

Zum Mekka der Elektromusik-Szene mutierte am Wochenende wieder das Gelände der ehemalige US-Station in Bad Aibling: Dort fand zum zehnten Mal das Echelon Oper-Air-Festival statt – mit Stars wie Carl Cox, Paul Kalkbrenner und „Alle Farben“. Auch unter den Gästen befand sich viel Prominenz, unter anderem der bekannte Rockmusiker Bob Geldof.


Bad Aibling
– „Wir schreiben zehn Jahre voller nie zuvor dagewesener Ekstase, auf die wir euphorisch zurückschauen“, freuten sich die Veranstalter am Wochenende. Und tatsächlich: Über 60 Topkünstler, die energiegeladenen Besucher und das idyllische Bergpanorama wurden mit sechs Bühnen in ganz speziellen Formen in Einklang gebracht.

Das Echelon begann mit hoch motivierten Gästen breits am Freitag mit der „Warm-Up-Party“ im Circus Zelt und auf dem „Outdoor Floor“. An diesem Abend lautete das Motto „gelassen ankommen und gepflegt einstimmen auf den großen Echelon-Samstag“. Den Anfang machte dabei Claudia Pereira an der „Bass Hüttn“. Diese war eigens zum „Zehnjährigen“ errichtet worden und einer klassischen Almhütte nachempfunden. Motto: „Techno meets Bayern und Biergarten“. Wenig später startete „Simsen“ auf der „Circus Stage“. Dort schloss Felix Kröcher nach Mitternacht mit seinem viel umjubelten Auftritt den Abend ab.

Sonne pur herrschte dann wieder am Samstag, als weit über 20000 Besucher gemeinsam und friedlich feierten. Die Musik regierte in Bad Aibling von spätvormittags bis weit in die laue Sommernacht hinein. Und das auf sechs verschiedenen Bühnen. So sah man auf der „Center Stage“ „Alle Farben & Friends“, Moonbootica und Don Diablo auftreten, der das Publikum in seinen Bann zog. Mit „Yellow Claw“ zeigte sich dort auch ein Neuzugang beim Echelon. Das niederländische DJ-Team aus Amsterdam verzeichnet mittlerweile schon viele Hits und versorgt sein ganz eigenes Genre.

Zwei absolute Stars sah Bad Aibling dann auf der „Weird Stage“. Paul Kalbrenner war der sogenannte Headliner beim zehnten Echelon. Und ein altbekannter zugleich, denn er legte schon beim ersten und zweiten Echelon in den Jahren 2009 und 2010 auf.

Eine weltweit riesige Fangemeinde hat Carl Cox, der auch in Bad Aibling stark umjubelt war. Sein Stil der Funk- und House-Musik, die er mit James Brown und Maceo Parker kreierte, feiert rund um den Globus große Erfolge. Ein weiterer großer Künstler aus der Elektromusik-Szene trat auf der „Katermukke“-Bühne auf: Das Top-Model Eva Padberg spielte mit „Dapayk“.

Aber das Echelon bot nicht nur diese Topstars. Boris Brejcha, Monika Kruse, Neelix, „Pappenheimer“ sowie Pan Pot traten ebenfalls auf und verzückten das Publikum, genauso wie „Klopfgeister“, Captain Hook, Sam Paganini, Marek Hemman, Klaudia Gawlas, Anna Reusch und viele mehr. Sie alle machten das Festival zu einem Leuchtturm der Elektromusikszene.

Die Menschen tanzten und feierten mit den rund 60 DJs, teilweise begleitet von Tänzerinnen, obwohl die Hitze dem ein oder anderen schwer zu schaffen machte. Ein energiegeladenes Publikum bewies aber einmal mehr, dass das Echelon jedes Tänzer- und Musikerherz höherschlagen lässt. Denn selten gibt es ein derart großes Künstleraufgebot an nur einem Ort, noch dazu vor einem atemberaubenden Bergpanorama und der Kulisse der futuristisch anmutenden Abhörkuppeln.

Das Feuerwerk gegen 23 Uhr am Samstagabend läutete dann den Endspurt einer lauen Sommernacht beim Jubiläums-Festival ein, das erst in den frühen Morgenstunden seinen Abschluss fand.

Eine positive Bilanz zog auch die Polizei, die zu Spitzenzeiten mit rund 150 Beamten beim Echelon im Einsatz war: „Die Besucher feierten ausgelassen und friedlich bis in die frühen Morgenstunden.“ Das Verkehrs- und Sicherheitskonzept habe sich auch im zehnten Jahr der Veranstaltung bewährt.

Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten hätten sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Unter den insgesamt 168 Verstößen waren jedoch 157 Drogendelikte. Ansonsten hätten sich die Verstöße im Wesentlichen auf Hausfriedensbruch und zwei Körperverletzungen beschränkt, so die Bilanz der Polizei.ws

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